Second-Hand-Sachen aus der DRK-Kleiderkammer

Schauen, anprobieren und kaufen kann hier jeder: Seit mehr als 30 Jahren gibt es die DRK-Kleiderkammer in Bad Schwartau. In den Räumen an der Mühlenstraße 27 gibt es Kleidung, Handtücher und Bettwäsche genauso wie Spielsachen aus zweiter Hand.

Jeder, der gut erhaltene Dinge abgeben möchte, kann dies montags, dienstags, donnerstags und freitags zu den Öffnungszeiten von 8.30 bis 11.30 Uhr tun oder einen der drei Kleidercontainer des DRK in Bad Schwartau – einer steht vor der Kleiderkammer – nutzen. „Aber die Sachen dort nicht lose einwerfen, sondern in Tüten“, bittet Andreas Miske, Vorsitzender des DRK-Ortsverbandes Bad Schwartau und Bad Schwartaus ehemalige Bürgervorsteherin Birgit Clemens, seit langem Mitglied beim DRK.

Es werden weitere Ehrenamtlliche gesucht

Miskes Stellvertreterin Hannelore Hoger gehört zum Team von zehn ehrenamtlich tätigen Damen, die zurzeit die DRK-Kleiderkammer betreuen. „Wir würden uns natürlich freuen, wenn noch mehr Ehrenamtliche hinzukommen“, so Miske und Hoger. Gern darf auch ein Mann darunter sein. Denn es muss öfters kräftig angepackt werden.

Kleidung für Jedermann

Die Ehrenamtlichen prüfen die abgegebenen Kleidung, die idealerweise gewaschen sein sollte, sortieren sie in die Regale oder hängen sie an die Kleiderständer. Es gibt Sachen für Damen, sogar Abend- und Brautkleider, Herren und jede Menge Kinderkleidung, die nach Größen sortiert ist. „Vor allem die Nachfrage bei Kinderkleidung ist sehr groß“, so Hannelore Hoger.

Kunden bezahlen pro Kleidungsstück zwischen 50 Cent und zwei Euro

Etwa 60 Prozent der abgegebenen Ware eignet sich für den Verkauf. Den Rest gibt das DRK zur kommerziellen Verwertung weiter. Wer ein Kleidungsstück findet, das passt und gefällt, bezahlt meistens zwischen 50 Cent und zwei Euro für ein Teil – es sei denn, es handelt sich um ein ausgefallenes Teil wie zum Beispiel eine Lederjacke.

Wenn möglich soll es zusätzliche Öffnungszeiten geben

Einkaufen kann in der Kleiderkammer jeder. „Viele trauen sich aber nicht, zu uns zu kommen“, sagt Hannelore Hoger, weil sie fürchten, dann als bedürftig zu gelten. Durchschnittlichen besuchen zurzeit etwa 80 Kunden in der Woche die Kleiderkammer. Falls noch mehr Ehrenamtliche für die Arbeit gewonnen werden können, wären vielleicht auch zusätzliche Öffnungszeiten am Nachmittag möglich, so dass auch Berufstätige das Angebot nutzen könnten. Wer sich für das Ehrenamt interessiert, schaut am besten zu den Öffnungszeiten einfach vorbei. ES

 

Foto: Andreas Miske und Birgit Clemens (li.) mit Elke Mari, Hannelore Hoger und Gitta Jürgens, die ehrenamtlich in der DRK-Kleiderkammer arbeiten. © ES

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Eine Antwort auf „Second-Hand-Sachen aus der DRK-Kleiderkammer“

  1. Kerstin sagt:

    Ich finde solche Einrichtungen klasse. Ich bin selbst nicht bedürftig, gehe aber gerne second hand shoppen anstatt neue Kleidung zu kaufen. Man spart nicht nur Geld, sondern kann so auch etwas gegen die „Wegwerfkultur“ unternehemn und schont damit die Umwelt.

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