Radtour mit dem Wirtschaftssenator Sven Schindler

Bei der politischen Radtour des SPD-Ortsvereins nördlich der Trave ging es besonders um zwei Themen: das MAZ an der Travemünder Landstraße und das Parken der vielen Lkw unter anderem in Wohngebieten.

Erleichterung auf der einen Seite, dass der Pachtvertrag mit der Firma Scheel Erdbau für das Materialaufbereitungszentrum (MAZ) nicht verlängert wurde, aber auch Sorge darüber, wie es dort mit der Räumung des Geländes vonstattengeht. Das zeigte sich beim Ortstermin in der Travemünder Landstraße. Eigentlich sollte Dirk Gerdes, Chef des Koordinierungsbüros Wirtschaft (KWL), über den Stand der Dinge in Sachen MAZ berichten. Dieses hatte den Pachtvertrag nach einem einstimmigen Bürgerschaftsbeschluss im Februar nicht über den 30. Juni hinaus verlängert. In Vertretung für Gerdes berichtete nun Schindler über das weitere Vorgehen. Beim Ortstermin war deutlich erkennbar, dass von einer „besenreinen“ Übergabe des Geländes am Sonntag, 1. Juli, nicht die Rede sein konnte. „Das wird mittlerweile knapp, das zu schaffen“, so auch der Wirtschaftssenator. „Es ist üblich, eine Nachfrist zu setzen. Wenn dann weiter nichts passiert, werden die Anwälte und anschließend die Gerichte eingeschaltet.“

Am Haltepunkt MAZ gab es Informationen zur Räumung der Fläche

Eine Bürgerin fragte, warum man diese Firma dort weghaben wolle, schließlich hingen daran doch Arbeitsplätze. „Die Firma wusste immer, dass es nur jährliche Pachtverträge gibt“, erklärte Schindler, der im Übrigen die Firma für die Mitarbeiter in der Verantwortung sieht und nicht die Stadt. Jörn Puhle, Ortsvereinsvorsitzender und Mitinitiator der Radtour, ergänzte: „Das Land hat den Betrieb stillgelegt, weil Auflagen nicht eingehalten wurden.“ Für die Zukunft gibt es bereits Pläne. So soll dort ein Bebauungsplanverfahren durchgeführt werden mit dem Ziel, Flächen für Logistik zu schaffen.

Parkmöglichkeiten für Trucker an Wochenenden

Weiteres Thema waren die Parkmöglichkeiten für Trucker an Wochenenden und zu Ruhezeiten. Nico Wollboldt, Bereichsleiter bei der LHG für den Skandinavienkai, berichtete über die Bemühungen der LHG, die eigens dafür einen Parkplatz mit Sanitäranlage geschaffen hat. „Zu 80 Prozent sind die Flächen an Unternehmen vermietet, deren Fahrer hier das Wochenende verbringen oder mit dem eigenen Pkw nach Hause fahren. Der Platz ist restlos ausgebucht.“ Weitere Parkplätze könnten derzeit nicht geschaffen werden, da es im Umfeld des Skandinavienkais an Flächen fehlt. HÖ

 

Foto: Wirtschaftssenator Sven Schindler (2.v.l.) berichtete über den Stand der Dinge in Sachen MAZ. © HÖ

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