Jörg Vorwerk: Lehrer aus Leidenschaft

Nach 47 Jahren Dienst geht der Grund- und Hauptschullehrer Jörg Vorwerk der Schule Roter Hahn in Pension.

Als einer der jüngsten Lehrer begann Jörg Vorwerk mit 21 Jahren als Grund- und Hauptschullehrer zu unterrichten, zunächst für ein Jahr an der Realschule in Glinde und seit 1975 an der Schule Roter Hahn in Kücknitz. Jetzt wurde er als einer von 43 Lehrkräften von Schulsenatorin Kathrin Weiher und Schulrat Helge Daugs in den Ruhestand verabschiedet.

Engagierter Lehrer für alle Fächer

Studiert hat der Grund- und Hauptschullehrer die Fächer Mathematik du Geschichte. Aber im Laufe der Jahre hat er eigentlich alles unterrichtet: Deutsch, Wirtschaft und Politik, Religion, Erdkunde, Mathematik und Heimat-, Welt und Sachkunde (HWSU). „Es hat mir immer Spaß gemacht, mit Schülern zu arbeiten“, erklärt Vorwerk. „Wenn die Schüler Spaß hatten und ich das Gefühl hatte, dass die Kinder etwas mitnehmen, das war mir immer wichtig.“

Jörg Vorwerk wollte eigentlich Pastor werden

Dabei wollte Jörg Vorwerk als Kind, aufgewachsen in Kücknitz, eigentlich Pastor werden. „Damals habe ich noch geglaubt, dass ein Pastor ja nur am Sonntag arbeiten müsste“, sagt er schmunzelnd im Rückblick. Sein Vater war Lehrer, und auch der ältere Bruder hat sich für den Beruf entschieden. „Da mein Vater Schulleiter war, konnte ich auch mal mit ihm mitgehen, das hat mir sehr gefallen“, erklärt er seine Berufswahl.

Stellvertretender Schulleiter der Schule Roter Hahn

„Ich wollte eigentlich auch nie etwas anderes sein als Lehrer“, erzählt Vorwerk. 25 Jahre lang war er im Personalrat tätig, bis er dann vor vier Jahren stellvertretender Schulleiter wurde. Das Klima an der Schule sei gut, es herrsche eine nette Atmosphäre und man grüßt sich auch außerhalb der Schule. „Da rufen manchmal die Schüler quer über die Straße, wenn sie mich sehen“, sagt er lächelnd. „Mit den Kollegen ist es eine tolle Zusammenarbeit, und die Hilfsbereitschaft ist groß.“

Schule hat sich in den Jahren stark verändert

Schule hat sich in den Jahren stark verändert, erzählt Vorwerk. Obwohl die Klassen früher größer waren, konnten sie leichter geführt werden als heute. „Mein Humor hat mir in vielen Situationen weitergeholfen“, sagt er, aber auch feste Regeln sind wichtig. „Da ziehen wir hier alle an einem Strang.“

Unzählige Schüler hat Vorwerk in seiner Zeit begleitet

Anfangs erzählten Schüler, dass er bereits den großen Bruder unterrichtet hätte. Später war es die Mutter und dann sogar die Oma. „Bevor mir jetzt ein Schüler sagt, dass ich schon die Uroma unterrichtet habe, ist es Zeit in den Ruhestand zu gehen“, lacht er.

Jörg Vorwerk hat jetzt mehr Zeit für Haus, Garten und Hobbys

Langeweile wird da nicht aufkommen, hat er doch jetzt mehr Zeit für Haus und Garten sowie Hobbys wie regelmäßiges Schwimmen und Fotografieren. Außerdem übt er bereits viele aus. „Ich wohne in Kücknitz, und da bin ich in einigen Vereinen tätig“, erklärt er. Jetzt werde er sich ein neues Ehrenamt suchen. Auch im schulischen Bereich war er neben der Personalratsfunktion ehrenamtlich tätig, beispielsweise in der Streitschlichterausbildung oder der Selbstbehauptung mit dem Sozialkompetenztraining. Er hat sich immer für die Schule und seine Schüler engagiert. Ein Lehrer aus Leidenschaft eben. HÖ

 

Foto: Grund- und Hauptschullehrer Jörg Vorwerk hat sich immer für seine Schule und seine Schüler eingesetzt. Jetzt verabschiedet er sich in den Ruhestand. © HÖ

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Eine Antwort auf „Jörg Vorwerk: Lehrer aus Leidenschaft“

  1. Jörn Schneider sagt:

    Herr Vorwerk war bis Mitte der Neunziger Jahre mein Klassenlehrer und bis heute einer der besten Lehrer, die ich je hatte. Viele Grüße!

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