Gymnasium am Mühlenberg: Bisher nur eine Mehrheit für Instandsetzungsmaßnahmen

Auf der Tagesordnung der konstituierenden Sitzung der Bad Schwartauer Stadtvertretung ging es auch um das „Bauvorhaben Gymnasium am Mühlenberg“. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Tylinski warb darum, eine Entscheidung für einen Neubau der maroden Schule zu treffen.

„Diese Entscheidung ist jetzt möglich“, sagte er mit Verweis auf das Gutachten, das die Kosten für einen Neubau auf 28 Millionen, für eine Sanierung auf 26 Millionen Euro schätzt. „Die Risiken bei einer Sanierung sind höher als bei einem Neubau“, so der alte und neue Fraktionschef. „Wir haben auch eine Fürsorgepflicht“, ergänzte Uwe Beckmann (SPD) mit Blick auf Schüler und Lehrer.

CDU wartet Ergebnis der Funktionalausschreibung ab

„Die CDU schließt eine Neubau nicht kategorisch aus“, betonte Torben Suhr. Seine Partei wolle aber das Ergebnis der Funktionalausschreibung abwarten, um genauere Zahlen für eine Entscheidung zu haben. Folkert Jeske (Grüne) sagte, dass für ihn ebenfalls ein Neubau optional sei, die Funktionalausschreibung aber der Mittelweg sei.

Investitionen für das Gymnasium am Mühlenberg

Uwe Witaszak (CDU), alter und neuer Vorsitzender des Finanzausschusses, wies darauf hin, dass die Investitionen für das Gymnasium am Mühlenberg dem Gesamtvolumen des Bad Schwartauer Haushaltes entsprechen würden. Er warb darum, sich beide Optionen, also Sanierung und Neubau, offenzuhalten. Auch aus Sicht von Carsten Dyck (CDU), Vorsitzender des Bildungsausschusses, kommt der SPD-Antrag „zu früh“. Dem widersprach Hans Tylinski: „Wir können uns heute klar für einen Neubau entscheiden. Wir müssen klar sagen, was wir wollen.“ Dr. Thomas Podella, der für die Bürger für Bad Schwartau (BfBS) in der Stadtvertretung sitzt, fragte, warum man jetzt eine Option ausschließen sollte.

SPD beantragt Neubau des Gymnasiums am Mühlenberg

Der SPD-Antrag für einen Neubau erhielt neun Ja-Stimmen. CDU, FDP und Thomas Podella stimmten dagegen (14 Stimmen), vier von fünf Grünen enthielten sich bei der Abstimmung. Anwesende Vertreter des GaM machten aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl. Von einer „Schande für die Stadt“ war die Rede. Angenommen wurde dagegen ein Antrag der CDU, die Stadt mit Instandsetzungsmaßnahmen (Sonnenschutz, Fenster) zu beauftragen. Außerdem soll die Verwaltung die Voraussetzungen für die Förderung eines Ersatzbaus prüfen. ES

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