Erhalt des traditionellen Eutiner Bluesfestes

Das traditionelle Bluesfest könnte schon im nächsten Jahr aus Eutin abwandern, denn der Veranstalter Baltic Blues e.V. liegt mit der Stadtverwaltung im Clinch. Jetzt haben sich einige Musikfreunde zum „Förderverein Eutiner Blues“ zusammengeschlossen.

„Der Blues gehört zu Eutin. Wir möchten, dass das so bleibt“, sagt Initiator und Vorsitzender Marcus Gutzeit. „Uns ist bewusst, dass der Veranstalter es ernst meint, und wissen, dass er mit anderen Städten im Gespräch ist. Aber Bluesfest-Organisator Helge Nickel hat mir zugesichert, dass in den nächsten vier Wochen keine Entscheidungen fallen und erst nach der Blues-Challenge Pläne geschmiedet werden“, erläutert Gutzeit. Diese Zeit will der Brauhaus-Wirt nutzen, um das bestehende Kommunikationsproblem zwischen Veranstalter und Stadt zu lösen. „Wir können die verhärteten Fronten aufbröseln. Beide Parteien an einen Tisch zu kriegen, ist unsere Aufgabe“, betont Gutzeit. Er stehe sowohl mit Helge Nickel als auch mit Bürgermeister Carsten Behnk in Kontakt.

Wirtschaftlicher Aspekt des Eutiner Bluesfestes

Dabei helfen auch seine Mitstreiter. Unternehmer Jan Knoop ist zweiter Vorsitzender und weist auf den wichtigen wirtschaftlichen Aspekt der Veranstaltung hin, denn die Stadt sei voll, wenn sich die Bluesfreunde hier treffen: „Es wäre eine Katastrophe, wenn das 30. Bluesfest nicht mehr in Eutin stattfinden würde.“ Außerdem liebe er diese Musik und könne es nicht verstehen, wie dieses erfolgreiche Festival überhaupt in Gefahr gebracht werden konnte. Auch der frisch gewählte Stadtvertreter Marius Winkler will sich kommunalpolitisch für den Fortbestand des Events einsetzen. „Ich bin 25 Jahre alt und kenne Eutin gar nicht ohne Bluesfest.“ Und Schatzmeisterin Claudia Schadwinkel möchte die kulturelle und künstlerische Vielfalt Eutin schützen.

Neu gegründeter Förderverein will das Bluesfest in Eutin halten

Marcus Gutzeit will die Gründung des Fördervereins aber auch als Geste der Verbundenheit mit den Festivalmachern verstanden wissen. „Helge Nickel beklagt oft zu wenig Rückendeckung aus Eutin. Mit unseren Verein wollen wir die Organisatoren spüren lassen, dass wir da sind und wirklich großes Interesse an der Veranstaltung haben“, so Gutzeit. Deshalb seien auch alle Eutiner Bürger aufgerufen, dem Förderverein beizutreten und Flagge zu zeigen. Der Jahresbeitrag beträgt 19,89 Euro – analog zum Gründungsjahr des Bluesfestes. Kontakt gibt es unter Telefon 04521/76 6777 oder www.eutiner-blues.de. vg

 

Foto: Eutin ohne Bluesfest? Das geht gar nicht – meinen Jan Knoop, Marius Winkler, Marcus Gutzeit, Claudia Schadwinkel und Thorben Junge (v.li.). Sie haben den Förderverein zur Rettung des Events gegründet. © Graap

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