Rund 250 Schüler der Schule Roter Hahn besuchten den Geschichtserlebnisraum

Wie haben die Menschen zur Gründerzeit Lübecks vor 875 Jahren gelebt? Wo haben sie damals gewohnt und gearbeitet? Aus Anlass des Stadtjubiläums 875 Jahre Lübeck haben Schüler und Lehrer der Schule Roter Hahn den Geschichtserlebnisraum Roter Hahn besucht.

Dort lässt sich mittelalterliches Leben und Arbeiten wunderbar nachempfinden dank originalgetreuer Nachbauten. Auch das mittelalterliche Handwerken wird gezeigt. Auf dem weitläufigen Areal befinden sich viele Stationen, an denen Schüler und auch Lehrer selbst tätig werden können. Mit dem großen Tretkran können Lasten spielend angehoben werden. In der Druckerei lassen sich mit der Gutenbergpresse kleine Handzettel drucken. Die Druckerei befindet sich in einem Holzhaus, das einem Originalfund eines mittelalterlichen Kaufmannshauses in der Altstadt nachempfunden ist.

Förderer des Geschichtserlebnisraumes Roter Hahn

In der Ziegelei gleich nebenan entstehen Lehmziegel, die für das nächste große Projekt benötigt werden: der Bau einer mittelalterlichen Klosteranlage. „Wir haben es geschafft, die Finanzierung für den ersten großen Bauabschnitt unseres Klosters steht“, freut sich Frank Thomas, einer der Mitarbeiter des Geschichtserlebnisraumes. „Nicht nur Lübecker Stiftungen wie die Possehlstiftung, Bluhme-Jebsen-Stiftung und Gemeinnützige Sparkassenstiftung, sondern auch überregionale Stiftungen wie Bingo, die Umweltlotterie und auch eine bundesweit agierende wie die Ida und Richard Kaselowsky Stiftung aus Bielefeld haben es möglich gemacht. Wir investieren somit viel Geld in den Roten Hahn, ohne die Stadt zusätzlich zu belasten.“

20-jährigen Bestehen des Geschichtserlebnisraumes

In diesem Jahr wird voraussichtlich zunächst der Keller entstehen. Im kommenden Jahr zum 20-jährigen Bestehen des Geschichtserlebnisraumes wird das Hauptgebäude mit Refektorium und Dormitorium errichtet, zusammen mit vielen Unterstützern aus Lübeck. Mitwirken können auch Kinder und Jugendliche, wie an diesem Tag beispielsweise Danny Lee Wölm. Der Zweitklässler formt unter Anleitung von Erzieher Alexander Wilms mit großer Leidenschaft Lehmziegel, die dann im eigenen Ofen gebrannt und später beim Bau verwendet werden. „Das macht Spaß“, erklärt Danny Lee, „weil ich da Matsch machen kann.“ So können die Kinder handlungsorientiert die mittelalterliche Stadtgründung Lübecks nacherleben. Auch die Kulturwochenenden des Geschichtserlebnisraums setzen den Fokus auf das 875-jährigen Bestehen. Mehr dazu auf www.geschichtserlebnisraum.de. HÖ

 

Foto: Unter Anleitung von Erzieher Alexander Wilms stellt Danny Lee Wölm aus der zweiten Klasse Lehmziegel für das mittelalterliche Kloster her. © HÖ

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