Gneversdorfer Weg: Zweites Fahrradschild steht

Radfahrer, die den Gneversdorfer Weg befahren, dürfen jetzt den Fußgängerweg mitbenutzen.

Ein Schild, welches das Radfahren auf dem Radweg verbietet, sorgte im Mai 2016 für Schlagzeilen. Die Stadt hatte es im Gneversdorfer Weg an der Einmündung Mühlenberg in Richtung Travemünder Altstadt aufgestellt. Der Grund: Zahlreiche Unfälle zwischen Radfahrern und Autofahrern auf dem kurzen Abschnitt. Der Gneversdorfer Weg ist ein „Zweirichtungsradweg“. Das heißt, alle Radler nutzen nur die linke Spur stadteinwärts. Radfahrer, die sich korrekt verhalten wollen, müssen dort seitdem einige hundert Meter schieben.

Radfahrer dürfen Fußgängerweg mitbenutzen

Zwei Jahre später wurde nun das nächste Schild aufgestellt, diesmal auf der anderen Straßenseite: Dort dürfen Radfahrer jetzt den Fußgängerweg mitbenutzen. Die Stelle ist zu eng, um einen Radweg von der Fahrbahn abzutrennen. Das soll auf dem Rest des Gneversdorfer Weges bis zum Gewerbegebiet Dreilingsberg passieren, so dass die Straße irgendwann einen Radweg auf beiden Seiten hat. Dadurch soll es weniger Unfälle geben, der Gneversdorfer Weg „entschärft“ werden.

Die Travemünder Politik sieht die Sache allerdings kritisch

Es sei geplant, vom Dreilingsberg kommend auf der rechten Seite zwei Meter abzunehmen, berichtete der Ortsratsvorsitzende Gerd Schröder (CDU) in der Aprilsitzung des politischen Gremiums. Die Fahrbahn wird dann natürlich schmaler: „Es sind auf jeder Seite 2,80 Meter bis drei Meter Maximum verfügbar“, so Schröder, der sich auf eine Begehung des Ortsratsvorstandes mit Vertretern der Stadt bezog. Wenn sich dann zwei große Lkw begegnen würden, würde es „sehr, sehr eng“, kritisierte er.

Höchstgeschwindigkeit soll auf 30 Stundenkilometer beschränkt werden

Dabei sieht er vor allem ein Problem: Die Höchstgeschwindigkeit soll für Kraftfahrzeuge laut Schröder auf 30 Stundenkilometer beschränkt werden. „Und kein Radfahrer soll überholt werden. Da frage ich mich allen Ernstes, ob das funktioniert“, sagte Gerd Schröder und prophezeit: „Das wird wohl etwas leicht in die Hose gehen.“ HN

 

 

Foto: Am Ende des Gneversdorfer Weges darf man jetzt stadteinwärts auf dem rechten Fußweg radeln. © HN

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.