Tierische Attraktion auf dem Priwall

Vom Wanderweg im Naturschutzgebiet Südlicher Priwall aus kann man jetzt eine kleine Herde Wasserbüffel bewundern. Die sieben Tiere wurden schnell zum Liebling der Spaziergänger.

„Die sehen ja prachtvoll aus““, sagt bewundernd eine Spaziergängerin beim Anblick der Wasserbüffel. Der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer hat sich die kleine Herde ausgeliehen, sie soll die Verbuschung auf der großen Feuchtwiese verhindern. Den kräftigen Tieren schmeckt auch gröbere Vegetation, an die Schafe nicht mehr rangehen.

Wasserbüffel-Herde fühlt sich auf der Feuchtwiese sehr wohl

Die Tiere gehören Landwirtin Jana Wulf aus Dassow und die wiederum hat sie aus einem Naturschutzprojekt in Niedersachsen bekommen. Auf dem Priwall würden sich die Wasserbüffel „pudelwohl“ fühlen, erzählt ihr Partner Matthias Ober. Der ist eigentlich Landschaftsplaner, kümmert sich aber mit Begeisterung um die Büffel. „Das ist ein Traum hier für die Tiere. Als wir sie hier rüber gebracht haben, war das erste, was sie gemacht haben, baden gehen“, erzählt er. Die Feuchtwiese ist zwar für Rinder nicht geeignet, für die Büffel aber sehr wohl: „Die haben andere Klauen, damit sie nicht so tief einsinken“, erklärt Matthias Ober. Es sind für Feuchtgebiete prädestinierte Tiere: „Die können stundenlang schwimmen und fressen, auch unter Wasser.“ Wo das Wasser kniehoch steht, fressen sie auch das Gras ab, das frisch überflutet ist. Den ganzen Schilfgürtel bis zum Waldrand hinunter finden sie im Bereich der Pötenitzer Wiek Auslauf und Futter.

Mobile Schutzhütte für Wasserbüffel am Priwall

Die augenblickliche Kälte stört die Tiere nicht. Außerdem können sie sich in eine mobile Schutzhütte zurückziehen, die bis zum Sommer stehen bleibt. Aber bei dem starken Frost der letzten Tage wird natürlich zugefüttert. Jeden Tag sehen die Menschen nach den Tieren, schlagen das Eis auf, wenn die Wassereimer mal zugefroren sind.

Wasserbüffel sollten aus der Ferne beobachtet werden

Die Behörden waren bei der ersten Begehung natürlich dabei und sind über das Projekt informiert. Spaziergänger, die die Art nicht so gut kennen, brauchen sich um die Tiere also keine Sorgen zu machen. Die Büffel sieht man meist hinter ihrem Elektrozaun fressen. Spaziergänger sollten sie natürlich nur aus der Ferne bewundern und selbstverständlich nicht füttern. Matthias Ober kann auch zu ihnen aufs Feld und mit den Tieren kuscheln, was man aber tunlichst nicht nachmachen sollte: Die Büffel sind sehr personenbezogen, und bei Fremden kann die Stimmung auch mal umschlagen. Angesichts der kräftigen Hörner wird aber wohl kaum jemand auf die Idee kommen. . . HN

 

Foto: Wenn es draußen zu ungemütlich wird, kuscheln sich die Wasserbüffel in ihrer Schutzhütte zusammen. © HN

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