Malenter Teenager stellen Konzept für Skatepark vor

Josef Gundlack, Julius Heinzmann, Tristan und Lea Schmidt sowie Thore und Karlotta Böttcher (von links) setzen sich für einen Skatepark in Malente ein. Foto:Graap

Halfpipe, Kicker, Slide-Stange und Bowl: Für den Bau einer Skatepark-Anlage in Malente hat jetzt eine Handvoll Teenager die Initiative ergriffen.

Vergangene Wochen übergaben sie Bürgermeisterin Tanja Rönck schon einmal 150 Unterschriften, die sie für das Vorhaben gesammelt haben. Das Engagement der Jugendlichen hat die Verwaltungschefin beeindruckt: „Die jungen Leute haben sich nicht nur Gedanken gemacht, sondern schon ein konkretes Konzept entwickelt. Sie haben einen ersten Entwurf des Skateparks gezeichnet und Überlegungen zur Finanzierung angestellt“, freut sich Tanja Rönck über den Einsatz der zehn- bis 13-Jährigen.

Ein Skatepark als Jugendtreff

Zurzeit müssen die Skater, wenn sie auf vernünftigen Anlagen Spaß haben wollen, bis nach Neustadt oder Lübeck fahren. In Malente können sie ihrem Hobby nur auf Bürgersteigen oder an der Diekseepromenade nachgehen – und das ist weder für die gemeindeeigenen Anlagen noch für die schmutzempfindlichen Skateboards eine Lösung.

Skatepark auch für Inliner, Roller und BMX-Räder geeignet

„Wir stellen uns einen Skatepark mit Elementen aus Beton vor. Der wäre auch für Inliner, Roller und BMX-Räder geeignet“, erläutert Thore Böttcher (11). Wichtig wäre, dass die Skatebahn zentral im Ort liegt, damit sie für möglichst viele Kinder erreichbar ist. „Dort kann man jederzeit Freunde treffen und finden, Spaß haben und voneinander lernen. Da spielt auch die Herkunft keine Rolle, Skaten verbindet“, meint Tristan Schmidt (13). „Ein Skatepark bringt mehr Leben nach Malente, und außerdem könnte man dem Wild-Skaten einen Riegel vorschieben“, betont Karlotta Böttcher (13).

Mögliche Finanzierung des Skateparks in Malente

Mögliche Grundstücke haben die Jugendlichen auch schon ins Visier genommen, zum Beispiel eine Fläche zwischen Markant und alter Feuerwache, am Parkplatz Krützen oder auf dem Seifensievers-Grundstück an der Godenbergstraße. Finanziert werden könnte der Skatepark, so die Initiative, durch eine Mischung aus öffentlichen Mitteln, privaten Sponsoren sowie Fundraising im Internet.

Geplante Fertigstellung des Skateparks

Allerdings wollen die Malenter Kids nicht fünf Jahre auf die Umsetzung warten. „Eine Fertigstellung im Sommer 2020 wäre schön“, sagt Thore. Aber ein bisschen Geduld müssen die Mädchen und Jungen schon haben. Tanja Rönck versprach, das Projekt in die vorbereitende Untersuchung der Städtebauförderung einzubringen. Bei Zustimmung der kommunalen Gremien könnte das Projekt dann in zwei bis drei Jahren realisiert werden. vg

 

Foto: Josef Gundlack, Julius Heinzmann, Tristan und Lea Schmidt sowie Thore und Karlotta Böttcher (von links) setzen sich für einen Skatepark in Malente ein. © Graap

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