Wird die Kurkarte zur Fahrkarte? Neue Überlegungen zur Ostseecard

Die Ostseecard ist in der ganzen Region von Travemünde bis Glücksburg im Einsatz. Urlauber kommen damit an den Strand und zum Teil gibt es Preisnachlässe bei Touristenattraktionen.

Jetzt soll die Karte noch attraktiver werden, wie Travemündes Kurdirektor Uwe Kirchhoff am Mittwoch im Ortsrat des Seebades berichtete: Die Karte könnte auch für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gelten. Das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr an der Universität München soll dazu eine Machbarkeitsstudie erstellen. Die Kosten trägt das Wirtschaftsministerium.

Öffentlicher Nahverkehr soll für Touristen attraktiv gemacht werden

Unter dem Motto „Unbeschwert unterwegs“ soll der öffentliche Nahverkehr für die Touristen attraktiv gemacht werden. Hintergrund ist die positive Tourismusentwicklung entlang der Ostseeküste mit den vielen neuen Hotels. „Mehr Gäste bedeutet auch mehr Verkehr“, sagte Kirchhoff. 70 Prozent der Gäste würden mit dem Pkw nach Schleswig-Holstein reisen und bewegen sich auch innerhalb der Orte mit dem eigenen Fahrzeug. In Travemünde wird die Gästezahl in wenigen Monaten massiv ansteigen, wenn Großprojekte wie Priwall Waterfront und das neue A-ja Resort fertiggestellt sind. „Travemünde hat jetzt dreieinhalbtausend Betten. In wenigen Monaten werden wir über siebentausend haben“, erinnerte Kirchhoff.

Zusatzangebot sorgt für Preiserhöhung der Ostseecard

Nach Vorbild des Schwarzwaldes sollen nun Touristen vermehrt Bus und Bahn nutzen. Dort hätten sich 149 Gemeinden organisiert, berichtete der Kurdirektor. Durch das attraktive Angebot sei die Kurabgabe zudem um 30 Prozent gestiegen. Die Gemeinden müssen nichts dazuzahlen. „Das Ganze wird aus einer Umlage aus der Kurabgabe finanziert“, so Kirchhoff. Was wiederum bedeutet, dass die Ostseecard mit dem Zusatzangebot auch deutlich teurer wird. HN

 

Foto: Mit der Kurkarte Bus und Bahn fahren? Touristiker wollen Urlaubern den Umstieg schmackhaft machen. © HN

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