Modelleisenbahnanlage der „Train-Kids Eutin“ öffnet ihre Pforten

Am Sonnabend und Sonntag, 24. und 25. Februar, laden die „Train-Kids Eutin“ die Öffentlichkeit wieder zum Schauen und Staunen ein. Die Attraktion der diesjährigen Modellbahn-Besuchtstageneuer ist ein neuer  Stadtteil.

Fertig ist die 54 Quadratmeter große Modelleisenbahnanlage der „Train-Kids Eutin“ eigentlich nie. Irgendwas gibt es immer zu tun, irgendwo wird immer etwas umgestaltet oder etwas Frisches aufgebaut. „Unsere Anlage wird ständig weiter perfektioniert, sodass wir auch bei unseren alljährlichen Besuchstagen stets etwas Neues zu bieten haben“, sagt Projektleiter Robert Klein.

Mit Liebe zum Detail

Im Mittelpunkt steht diesmal ein völlig neuer Stadtteil, der in den vergangenen zwölf Monaten langsam gewachsen ist. „Dort, wo im vergangenen Jahr noch eine Großbaustelle war, befinden sich Fachwerkhäuser und eine Kirche im süddeutschen Stil, ein Jahrmarkt mit Riesenrad, Aussichtsturm, Karussell und Kirmesständen sowie eine Straßenbahn“, berichtet Klein. Dabei haben sich die Akteure mit Ideen wechselseitig befruchtet. Die Besucher können im neuen Stadtteil auch manche liebevolle Details entdecken, die zusätzliches Vergnügen bereiten: Neben der beweglichen Aussichtsplattform sind das beispielsweise ein hämmernder Schmied und das Glockenspiel der Kirche, die mit einem Schalter in Bewegung gesetzt werden können.

Herausforderung für Modellbauer

Der Plöner Pädagoge findet problemlos Nachwuchs. Nicht erst seit dem Hamburger Miniaturwunderland sei das Thema populär. „Die Stärke unserer Truppe hat sich auf 15 bis 20 Leute im Alter von elf bis 17 Jahren eingependelt. Gerade nach den Besuchstagen gibt es stets neue Anfragen“, berichtet Klein. Matthis zum Beispiel ist einer der treuesten Train-Kids. „Ich bin seit sechs Jahren dabei und interessiere mich besonders für Technik. Das Know-how habe ich mir über die Jahre selbst angeeignet“, erzählt er. Der 17-Jährige repariert Zugmotoren, reinigt Waggons. Mitstreiter Harry (13) macht es am meisten Spaß, Züge zu fahren und Modelle zu bauen. „Am schwierigsten ist es, Berge zu modellieren und Züge, die auf schwer erreichbaren Abschnitten der Anlage entgleist sind, wieder auf die Gleise zu setzen“, sagt der Teenager.

Fantasie an den Steuerpulten gefragt

„Überhaupt ist es schon eine gewisse Herausforderung, die vier Schaltpulte richtig zu bedienen“, meint Robert Klein. „Die Qualität des Zugverkehrs hängt nicht von Computerprogrammen, sondern von der Konzentration, Kooperation und Fantasie der an den Steuerpulten stehenden Jugendlichen ab. Wenn alles unterwegs sein soll, ist einiges an Personal notwendig.“ So lernen die Kids auch Teamgeist und Kreativität. Geöffnet ist die Modellanlage in den Räumen über der Pizzeria am Stadtgraben/Ecke Markttwiete am nächsten Wochenende jeweils von 12 bis 17 Uhr. Infos unter www.train-kids.de. vg

 

Foto: Auf der rund 54 Quadratmeter großen Modellbahnanlage wurden über 400 Meter Gleise verlegt. © Graap

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