Gleich vier Türme im Fokus für 2018

Im Rahmen der Kampagne „Sieben Türme will ich sehen“ sollen der Dom und St. Marien saniert werden.

Gleich vier der sieben Türme der großen Innenstadtkirchen nimmt die Kampagne „Sieben Türme will ich sehen“ 2018 in den Blick: Die Türme des Doms und der Marienkirche. Sie unterstützt die Kirchengemeinden bei der Mammutaufgabe, die Türme in den nächsten Jahren zu sanieren. Ein neuer Film verdeutlicht die Größe des Teilprojektes. Er ist auf www.sieben-tuerme-luebeck.de zu sehen.

Die Reihenfolge der Sanierung der einzelnen Türme steht derzeit noch nicht fest. Die Voruntersuchungen an der Marienkirche sind weitestgehend abgeschlossen. Es wurden Rissbildungen, Steinabplatzungen, Lösen von Eckquadern und nasses Mauerwerk festgestellt. Die Sanierung der Außenmauern der Turmschäfte ist geplant. Die Gemeinde sitzt zurzeit mit einem Architektenbüro zu den genauen Sanierungsmaßnahmen zusammen und plant die Finanzierung.

Die Voruntersuchungen am Dom zu Lübeck sind für 2018 geplant. Wie bereits an St. Petri soll eine Musterfläche ausgewählt und genau analysiert werden. Anhand dieser Fläche werden die Schäden, die Maßnahmen und damit auch die Kosten hochgerechnet. Die Kosten für die Voruntersuchungen liegen in etwa bei 400 000 Euro. Die Domgemeinde hat dafür einen Finanzierungsplan erstellt und beginnt mit der Akquise von Drittmitteln und Spenden. Fest steht: Das Außenmauerwerk der Doppelturmanlage muss in den nächsten Jahren saniert werden. Große sichtbare Rissbildungen an den Backsteintürmen und abplatzendes Mauerwerk haben bereits zu einer teilweisen Sperrung des Geländes geführt.

In den letzten 4,5 Jahren hat die Kampagne „Sieben Türme will ich sehen“ die Sanierung des Turms der Lübecker Petrikirche begleitet. Die Gerüste sind mittlerweile abgebaut. Die Abrechnung und der offizielle Abschluss des ersten Teilprojektes stehen noch aus.

Die Vorbereitungen für das zweite Teilprojekt laufen parallel an. Darin wird sich das Projektteam neu organisieren, weil zwei Kirchengemeinden die Sanierungen planen und finanzieren müssen. „Ich erhoffe mir eine intensive Zusammenarbeit“, sagt Sieben-Türme-Projektleiter Uwe Brunken. „Vor uns liegen viele Jahre, in denen wir als Kampagne die Kirchengemeinden vor allem bei der Drittmittelbeschaffung und der Öffentlichkeitsarbeit begleiten.“ Dazu werden alle Materialien, wie beispielsweise die Internetseite www.sieben-tuerme-luebeck.de überarbeitet und die Spendenakquise beginnt.

Sieben-Türme-Fundraiser Christian Hohmann ist gespannt auf das zweite Teilprojekt. Er ist seit zwei Jahren im Team der Kampagne „Sieben Türme will ich sehen“. Der Hamburger kannte Lübeck zwar als mittelalterliche Stadt mit dem Holstentor, Gängen und Co. Die Bezeichnung „Stadt der Sieben Türme“ aber kannte er nicht. Das ist nun anders. „Ich denke, dass das Projekt ,Sieben Türme will ich sehen’ noch viel Potenzial hat. Ich habe manchmal den Eindruck, dass einigen Lübeckern gar nicht bewusst ist, welchen Schatz sie hier eigentlich haben, der zu Recht zum Welterbe zählt.“ Hamburg habe vor allem den Michel als Wahrzeichen, Lübeck aber gleich sieben wunderbare Kirchtürme.

 

Foto: Christian Hohmann ist bei der Kirche dafür zuständig, Gelder für die Sanierung der Kirchtürme zu akquirieren. © Kirchenkreis

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