„Eine prosperierende Gemeinde“

Gut besuchter Neujahrsempfang im Kursaal – Scharbeutz entwickelt sich rasant weiter aufwärts.

Der Kursaal in Scharbeutz war auch in diesem Jahr beim Neujahrsempfang am vergangenen Sonnabend wieder sehr gut besucht. Wie stets begrüßte Bürgervorsteher Peter Nelle zu Beginn eine ganze Reihe von Ehrengästen, wozu auch Polit-Prominenz aus Kreis, Land und Bund gehörte. Er dankte allen Personen, die sich 2017 für das Gemeinwohl auf unterschiedliche Arten engagiert haben, herzlich.

Auf die am 6. Mai anstehenden Kommunalwahlen ging er unter anderem mit dem Hinweis ein, dass mehr Bürger ihr Wahlrecht wahrnehmen sollten als in der Vergangenheit. „Unsere Gemeinde beherbergt zurzeit 170 Flüchtlinge. Diese Menschen kommen aus Ländern ohne freie Wahlen und wundern sich, dass in unserem Land nicht alle dieses demokratische Grundrecht in Anspruch nehmen“, untermauerte er seinen Appell.

Im Anschluss ließ Bürgermeister Volker Owerien das abgelaufene Jahr Revue passieren. „Wir sind glücklicherweise eine prosperierende Gemeinde, die aufgrund ihrer Entwicklung der vergangenen Jahre eine hohe Attraktivität bei vielen Familien, Kapitalanlegern und Unternehmern genießt“, leitete er seine Rede ein und nannte im Folgenden viele Beispiele der positiven Entwicklungen. Eines der wichtigsten Themen bliebe nach wie vor die Bereitstellung adäquaten Wohnraums. Einiges sei bereits erreicht, vieles in Planung, wobei gerade den Baugebieten im Binnenland im Hinblick auf eine Förderung des ländlichen Raums eine besondere Bedeutung zukäme.

„Für das Neubaugebiet Ruschkamp II in Pönitz konnte eine Lösung gefunden werden, sodass Ende 2018 auf den dortigen 69 Grundstücken weitere rund 138 Wohneinheiten entstehen können“, berichtete Owerien. Außerdem sei die Einrichtung eines Nahversorgungszentrums auf dem Grundstück des alten Sportplatzes geplant und in Gleschendorf ein Neubaugebiet mit Flächen, auf denen insgesamt zehn Mehrfamilienhäuser entstehen sollen. Für Klingberg stellte der Bürgermeister die Sanierung des Haus des Gastes in Aussicht.

Mit den Worten „Vorrangig aber wird die abschließende Planung, der Abriss und der Neubau des Kurparkhauses in Haffkrug sein“ ließ er die Haffkruger aufhorchen. Das Gebäude soll bis zum 31. Mai 2019 errichtet sein. Priorität soll dabei die Fertigstellung der Gastronomie kurz vor Beginn der Hauptsaison haben. Ganz deutlich machte er: „Sie können versichert sein, liebe Haffkruger, dass alle in Politik und Verwaltung gewillt sind, dieses für Haffkrug so wichtige Projekt genauso umzusetzen. Lassen Sie sich durch anderweitige Behauptungen nicht aufbringen!“

Abschließend beruhigte er auch diejenigen, die vielleicht Bedenken hinsichtlich der Finanzierbarkeit der zahlreichen genannten Maßnahmen haben könnten: „Die überaus positive touristische Entwicklung unserer Gemeinde als Folge erheblicher öffentlicher und privater Investitionen hat unsere Einnahmesituation deutlich verbessert.“ 2018 könne daher auch im 13. Jahr in Folge ein ausgeglichener Gemeindehaushalt vorgelegt und seit 2002 die Zinsbelastung um 35 Prozent gesenkt werden. „Kaufmännisch und betriebswirtschaftlich sicherlich eine hervorragende Bilanz“, fasste er zusammen. Der gerade fertiggestellte Jahresabschluss 2017 bestätige dieses, da das abgelaufene Jahr mit einem Überschuss von 2,2 Millionen Euro abschließe. Für das neue Jahr wünsche sich Owerien, dass alle gemeinsam mit Tatkraft, Kreativität und Zuversicht die anstehenden Aufgaben angehen mögen. AB

 

Foto: Bürgermeister Volker Owerien und Bürgervorsteher Peter Nelle (rechts) blicken positiv ins Jahr 2018. © AB

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