Schildbürgerstreich in der Brolingstraße?

Die Anwohner in der Brolingstraße in St. Lorenz Nord sind sauer. Der Grund: Die Hansestadt hat den ehemaligen Radweg entfernt und mit Mutterboden aufgefüllt.

„Da eine hohe Unfallgefahr von dem ehemaligen Radweg ausging und er als „anderer“ Radweg (ohne Benutzungspflicht) trotzdem von der Hansestadt Lübeck unterhalten werden müsste, wurde der Weg daher entsiegelt und der Lebensraum der Bäume verbessert“, teilte die Hansestadt als Begründung mit. Darüber kann Klaus Dieter Demuth (Foto) nur den Kopf schütteln. In seinen Augen ist das eine sinnlose Geldverschwendung, die man sich hätte man sparen können. „Auf der anderen Straßenseite stehen die Baumwurzeln ebenfalls teilweise hoch, doch da darf weiterhin geparkt werden“, so der 61-Jährige. Der ehemalige Tief- und Straßenbauer hätte sich eine Lösung wie am Brolingplatz gewünscht, nämlich eine wassergebundene Decke mit Geröll und Lehmkies darunter. „So aber spült der Regen den Mutterboden aus und anschließend verstopfen die Gullys“, prophezeit Klaus Dieter Demuth. Auch seine Frau Ingeborg, mit der er seit 40 Jahren in der Brolingstraße wohnt, hält die Baumaßnahme für einen Schildbürgerstreich. Sie denkt dabei ganz praktisch: „Jeder, der an der Beifahrerseite aussteigt, versinkt erst einmal knöcheltief in der Erde“. Diese Erfahrung hat aber auch schon manche Autofahrer gemacht. Wer auf dem Seitenstreifen parken oder wenden wollte, kam teilweise ohne fremde Hilfe nicht mehr zurück auf die Straße. afu

 

Foto: Hält die Baumaßnahme der Hansestadt für reine Geldverschwendung: Klaus Dieter Demuth. © afu

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