Sana Klinik Eutin strebt Neubau an

Enorme Wasserschäden: Krankenhausbetreiber sieht in einer Sanierung keine Option.

Nur 15 Jahre nach dem Bau des Krankenhauses ist die Sana Klinik Eutin bautechnisch betrachtet ein Sanierungsfall. Schlimmer noch: Der Klinikbetreiber sieht in einer Ausbesserung der permanent durch Wasserrohrbrüche entstandenen Schäden „keine Option“. Geschäftsführer Klaus Abel will nun die Möglichkeit eines Neubaus in Betracht ziehen und hat sich wegen der Suche nach einem geeigneten Baugrundstück mit der Stadt Eutin in Verbindung gesetzt.

Bausubstanz des Eutiner Klinikums stark geschädigt

Die Bausubstanz des Eutiner Klinikums sei seit seiner Eröffnung im Jahr 2002 kontinuierlich geschädigt und stark in Mitleidenschaft gezogen worden. „Im Bereich der Pädiatrie und Neonatologie oder auch der Tagestherapie konnten wir zwar kurzfristig Abhilfe durch Umzug oder Sanierung schaffen, doch eine langfristige Lösung wäre nur eine Komplettsanierung. Diese würde voraussichtlich 20 bis 40 Millionen Euro kosten“, so Abel. Da die Gewährleistungsfrist für die diversen Baumängel mittlerweile verstrichen ist, kann der Generalunternehmer, der das ehemals kommunale Klinikum errichtet hat, nicht mehr herangezogen werden.

Sanierung würde zu lange dauern

Neben der hohen Kosten würde eine Sanierung außerdem mehrere Jahre in Anspruch nehmen, da sie im laufenden Betrieb vollzogen werden müsste. „Dies würde auch unzumutbare Lärmbelästigungen für unsere Patienten und Mitarbeiter bedeuten“, erläutert Abel weiter.

Sana Kliniken dürfen mit Unterstützung des Landes rechnen

„Der schleswig-holsteinische Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg hat uns deshalb ermutigt, den Ausweg eines Neubaus des Klinikums in Eutin zu gehen und uns versichert, dass wir mit der Unterstützung des Landes rechnen dürften. Dieses Signal, für die Gesundheitsversorgung in Eutin und Umgebung, neu zu investieren und die alten Baumängel durch einen Neubau irgendwann hinter uns zu lassen, wird von uns sehr begrüßt“, betont der Klinikgeschäftsführer.

Sana-Klinik für den Standort Eutin unverzichtbar

Eutins Bürgermeister Carsten Behnk sieht die Stadt vor eine neue Herausforderung gestellt. „So ein Grundstück haben wir natürlich nicht im Regal stehen. Dennoch werden wir schnell und intensiv bei der Suche helfen und dann zügig Planungsrecht schaffen“, verspricht der Verwaltungschef. Als Mittelzentrum sei Eutin der Gesundheitsstandort in der Region. „Für uns und die Region ist die Sana-Klinik hier am Ort unverzichtbar“, unterstreicht Carsten Behnk.

Konzeption des Neubaus

Parallel zu den Gesprächen mit Ministerium und Stadt würde es nun darum gehen, eine Konzeption des Neubaus zu erarbeiten, die auch die geriatrische Abteilung der Sana Klinik Middelburg beinhaltet. Ursprünglich war geplant, die Geriatrie sowie die Onkologische Tagesklinik und verschiedene Praxen in einem neuen Gesundheitszentrum unterzubringen, für das im kommenden Jahr der Baustart erfolgen sollte. Der gesamte Prozess werde zwar eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen und die politischen Diskussionen begleiten. „Doch der Neubau einer Klinik in Eutin ist der einzig richtige Weg, um die Versorgungssicherheit der Bevölkerung hier dauerhaft zu sichern“, ist sich Klaus Abel sicher. vg

 

 

Foto: Die Sana Klinik Eutin hat mit erheblichen Bauschäden zu kämpfen. (Graap)

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