Pflegezentrum an der Fliederstraße geht an den Start

Geschäftsführer Fred Mente freut sich über die Fertigstellung des Pflegezentrums.

Vorwerker Diakonie eröffnet Pflegezentrum an der Fliederstraße.

Seit Frühjahr 2016 wurde gebaut – jetzt ist das Pflegezentrum Travetal der Vorwerker Diakonie fertiggestellt. 178 Pflegeplätze in Einzelzimmern mit jeweils eigenem Sanitärbereich sind entstanden. Außerdem zehn seniorengerechte Mietwohnungen mit Größen bis zu 60 Quadratmetern. „Bauzeit, Kosten und auch die vereinbarte Qualität des Baus sind eingehalten worden“, sagt Fred Mente, Geschäftsführer der Vorwerker Diakonie, zufrieden. „Wir freuen uns daher sehr über unser neues Pflegezentrum.“

Vorwerker Diakonie eröffnet neue Pflegeeinrichtung

In seiner Ansprache verwies Mente auch auf aktuelle Herausforderungen. „Wie wir als Gesellschaft mit dem Thema Pflege – der Fachkräftesituation, der demografischen Entwicklung und der drohenden Altersarmut – umgehen, halte ich für eine der entscheidenden Zukunftsfragen unserer Gesellschaft“, führt er aus. Dabei kritisierte er unter anderem die Komplexität der Pflegegesetzgebung. Sozialsenator Sven Schindler beglückwünschte in seiner kurzen Ansprache die Vorwerker Diakonie zu ihrer neuen Einrichtung.

Spezialisiertes Angebot für demenziell Erkrankte

Bereits am 1. Dezember sind die ersten Bewohner in das neue Haus an der Fliederstraße eingezogen, das auch für demenziell Erkrankte ein spezialisiertes Angebot bietet. „Wir sind hier am Standort mitten in der Stadt und doch im Grünen“, sagt Doreen Boniakowsky, die als Geschäftsbereichsleitung die Pflege in der Vorwerker Diakonie verantwortet. „So haben wir direkt hinter unserem Haus einen parkähnlichen Garten, der von der Hauptterrasse über einen Außenfahrstuhl für alle Bewohner erreichbar ist.“ Die Idee mit dem Außenfahrstuhl war erst im Verlauf der Baumaßnahme entstanden. „Ich denke, viele Bewohner werden diese Möglichkeit nutzen und genießen.“

Schließung zweier Lübecker Seniorenpflegeeinrichtungen

Gleichzeitig mit dem Start des neuen Pflegezentrums stellt die Vorwerker Diakonie den Betrieb der Seniorenpflegeeinrichtungen Wilhelmine Possehl und Karl-Wagner-Haus ein. „Wir haben allen Bewohnerinnen und Bewohnern angeboten, in das neue Haus zu ziehen“, so Boniakowsky. „Nahezu alle haben das Angebot angenommen.“ Trotzdem sind noch einige Plätze frei, die in den nächsten Wochen je nach Nachfrage belegt werden. Insgesamt werden im Pflegezentrum, das auch über einen Friseur, eine Fußpflege und ein physiotherapeutisches Angebot verfügt, 180 Mitarbeitende tätig. Das neue Pflegezentrum hat rund 20 Millionen Euro gekostet. Diese Investition wurde seitens der Vorwerker Diakonie mit Zuschüssen, Spenden, Eigenmitteln und Bankkrediten finanziert.

 

Foto: Geschäftsführer Fred Mente freut sich über die Fertigstellung des Pflegezentrums. © Vorwerker Diakonie

 

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