Mit Biologietechnik zum Abitur

Die Emil-Possehl-Schule bietet im Beruflichen Gymnasium in der Fachrichtung Technik einen ganz besonderen Fachbereich im Schwerpunktfach Technik als Wahlkurs an.

Es geht ruhig und konzentriert im Laborraum an der Emil-Possehl-Schule zu. Die Schüler arbeiten konzentriert daran, Messreihen für Stammlösungen von Hefezellen anzusetzen. Die 16 Schüler gehören dem zwölften Jahrgang des Beruflichen Gymnasiums, Fachrichtung Technik, an und haben den Kurs Biologietechnik gewählt. „Wir wollen hier untersuchen, wie viel Hefe in der unbekannten Lösung enthalten ist“, erklärt Stine Hensel, die zusammen mit Muskan Abbas daran arbeitet. Dazu müssen sie erst eine Kalibrierlösung mit verschiedenen Konzentrationen herstellen. „Davon messen wir die optischen Dichten am Photometer. Anschließend vergleichen wir dann die oDs mit der unbekannten Lösung und können so die Konzentration bestimmen“, führt Muskan Abbas weiter aus.

Fünfter Biologietechnik-Kurs an der Emil-Possehl-Schule

Theoretisch hatte Studienrat Eike Hirsch mit den Schülern bereits die Grundlagen besprochen. „Als ich ihnen dann heute Morgen die unbekannte Lösung gegeben habe, haben sie sofort losgelegt und überlegt, wie sie die Aufgabe lösen können“, schildert Hirsch das Vorgehen der Schüler. Es ist bereits der fünfte Kurs, den der Diplom-Pädagoge leitet.

Erhöhtes Anforderungsniveau im Fach Technik

Das Berufliche Gymnasium Fachrichtung Technik führt die Schüler in drei Jahren zur allgemeinen Hochschulreife. Auf dem so genannten erhöhten Anforderungsniveau dienen die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch als Grundlage für die Einteilung der Klassen. Zusätzlich sind auf dem erhöhten Anforderungsniveau im Fach Technik im Kurssystem verschiedene Fachrichtungen frei kombinierbar. Dazu gehört neben der Biologietechnik auch Bautechnik, Erneuerbare Energien (Elektrotechnik), Gestaltungstechnik, Informationstechnik und Metalltechnik (Maschinenbau).

Praktische Arbeiten im Labor

Als Diplom-Ingenieur der Biotechnologie hat Hirsch viele Jahre in der Forschung gearbeitet und ist somit in der Lage, den Schülern die modernsten Techniken zu vermitteln. Praktische Arbeiten im Labor stehen dabei im Vordergrund. Aber auch Kooperationen mit der Fachhochschule Lübeck im Bereich der industriellen Biotechnologie, der Gewerbeschule für Nahrung und Gastronomie sowie der Firma Euroimmun bietet viele Möglichkeiten Erfahrungen auf dem Gebiet zu sammeln.

Regelmäßige Projektwochen

Im zwölften Jahrgang findet regelmäßig eine Projektwoche statt, in der die Schüler Projekte zu ganz unterschiedlichen Themen bearbeiten können. „Wir haben beispielsweise zum Thema Hygiene mikrobiologische Untersuchungen mit Abstrichen und Ansetzen von Kulturen durchgeführt, ein anderes Projekt hatte die Prozessgestaltung beim Bierbrauen zum Thema, die Fermentation mit Ansetzen von Vorkulturen oder auch die Kristallografie mit Röntgenstrukturanalysen und dem Besuch bei Desy in Hamburg“, zählt Hirsch auf. Viele interessante Themen also, bei denen der Studienrat auch gern auf die Vorschläge und Interessen der Schüler eingeht.

Infoveranstaltung der Emil Possehl Schule

Eine Infoveranstaltung beginnt am Dienstag, 12. Dezember, um 18 Uhr im Forum der Emil-Possehl-Schule, Georg-Kerschensteiner-Straße 27. Mehr unter www.epshl.de/bildungsgaenge/berufliches-gymnasium/. Im Downloadbereich stehen ein Anmeldeformular für die Schule und weitere Informationen bereit. HÖ

 

Foto: Stine Hensel und Muskan Abbas ermitteln in einer Messreihe am Photometer die optische Dichte verschiedener Lösungen, um danach die Konzentration einer unbekannten Hefelösung zu bestimmen. © HÖ

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