Vertretungspastor Tjarko Tammen geht in den Ruhestand

17 Gemeinden in 34 Jahren: Rein rechnerisch hat Pastor Tjarko Tammen alle zwei Jahre die Kirchengemeinde gewechselt. Nun beendet er seine Pastorenlaufbahn und geht in den Ruhestand.

Ab Dezember hat er jetzt Zeit, sich vor allem um seine Leidenschaft zu kümmern, die Musik Klartext: Die meisten Menschen werden diesen wohl mit Tjarko Tammen verbinden. Er sagt, was er sieht und hört. „Das hat nicht jedem und immer gefallen“, so Tammen. „Aber mir ging und geht es immer um die Sache.“

Altes mit Neuem verbinden

In seinem pastoralen Arbeiten habe er alles ausprobiert: Von neuen Gottesdienstformen bis hin zur Qualitätsentwicklung in den Kirchengemeinden. Dabei hat er erkannt: Weniger ist mehr. Einfach zu sein und dabei klar und offen zu bleiben, das ist ihm wichtig. „Ich habe dabei immer versucht, das Alte mit dem Neuen zu verbinden und das Gestern mit dem Heute zu verschränken“, so Tammen. Dazu gehört für ihn auch, über den eigenen Kirchturm zu blicken. „Kirche ist mehr als nur die eigene Gemeinde“, so Tammen. Teil des öffentlichen Lebens zu sein, sei genauso wichtig wie die übliche Gemeindearbeit. Ihn ärgert es, wenn der volkskirchliche Ansatz nicht mehr zum Profil der Pastoren gehört. „Wir verlieren die Menschen, wenn wir nicht zu ihnen und in ihre Gruppen gehen.“ Acht Kirchengemeinden in der Propstei Lübeck hat er während Vakanzzeiten als Pastor betreut: St. Marien, Auferstehung, Johann-Hinrich-Wichern, Bugenhagen, Kücknitz, St. Lorenz-Travemünde, St. Christophorus und Friedrich-von-Bodelschwingh.

Tjarko Tammen zu Gast in Berkenthin

Nach 34 Jahren startet Tjarko Tammen nicht mehr als Pastor in eine Adventszeit und in ein neues Kirchenjahr. Aber so ganz ohne Gottesdienst und Kirche wird er nicht sein. So ist er mit seinem Musikprojekt „zeitWEISE“ am Sonntag, 17. Dezember, in Berkenthin zu Gast. Beginn ist um 9.30 Uhr.

 

Foto: Pastor Tjarko Tammen geht in den Ruhestand. © Kirchenkreis

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