Aktivgruppe sorgt sich um Zukunft der Bäderbahn

Auf der Jahreshauptversammlung der „Aktivgruppe für Handel und Gewerbe Timmendorfer Strand“ im Maritim-Seehotel kam Positives und Negatives zur Sprache.

Zur Begrüßung auf der Jahreshauptversammlung der „Aktivgruppe für Handel und Gewerbe Timmendorfer Strand“ im Maritim-Seehotel präsentierte der erste Vorsitzende Heinz Meyer Ausschnitte aus dem „Sommer-Hit-Festival“ des ZDF, das in diesem Jahr Premiere am Strand feierte. „Die TSNT hat mit diesem Fernseh-Festival einen guten Job gemacht. Das war ein Highlight in 2017“, lobte Heinz Meyer den TSNT-Geschäftsführer Joachim Nitz und Marketingleiterin Silke Szymoniak, die auch für das kommende Jahr das passende Veranstaltungsangebot geschnürt haben.

Zukunft der Bäderbahn in Timmendorfer Strand

Auch das Gastgebergewerbe, die Gastronomen und der Einzelhandel wurden mit Lob bedacht. Aber der erste Vorsitzende übte auch Kritik und ärgerte sich darüber, dass die touristische Ausrichtung nicht schnell genug voran käme. „Wir hören von Gästen, dass Timmendorfer Strand langsam Staub ansetzt“, kritisierte Meyer. Als Negativbeispiele führte er die stockende Planung in Sachen Trinkkurhalle, das ungenutzte Kurmittelhaus und den Bahnhof an. Und mit Sorge blickt er auch auf die Zukunft der Bäderbahn, die vor dem Aus steht. „Hier muss mit Berlin und Kiel verhandelt werden.“

Fehmarnbeltquerung ist wichtig für die Region

Die Hoffnungen hinsichtlich der Bäderbahn wurden von Gastredner Dr. Oliver Grundei allerdings gedämpft. „Bei der Bahnanbindung bin ich mir nicht sicher, ob es nicht schon fünf nach zwölf ist. Da hätte man vor zwei Jahren einsteigen müssen“, erklärte der Wissenschafts-Staatsekretär, zumal man landespolitisch die Feste Fehmarnbeltquerung als Gewinn ansehen würde.

Wirtschaftlichkeitsprüfung der Bäderbahn

„Die Thematik der Beltquerung ist sehr wichtig. Deshalb hat sich die Gemeinde bereits 2012/2013 im Schulterschluss mit allen übrigen betroffenen Gemeinden erfolgreich für ein Raumordnungsverfahren eingesetzt, das es sonst nicht gegeben hätte. Wir als Gemeinde haben die meisten Einwendungen in Kiel eingebracht“, berichtete Bürgermeisterin Hatice Kara. „Wir haben das Ziel erreicht, dass die Bahntrasse an die Autobahn verlegt wird.“ Aus Kiel will die Bürgermeisterin nun die Unterlagen zur Wirtschaftlichkeitsprüfung der Bäderbahn anfordern, um damit ein Konzept erstellen zu können. Sie ruft aber gleichzeitig dazu auf, einen Plan B für den Fall zu erarbeiten, dass die Bäderbahn nicht kommen sollte.

Timmendorfer als Vorreiter bei Veranstaltungen

Einen Blick in die Zukunft wagte Katja Lauritzen, die Geschäftsführerin des Ostsee-Holstein-Tourismus e.V. (OHT). Sie richtete einen eindringlichen Aufruf an die Zuhörer, sich mehr mit den digitalen Medien auseinanderzusetzen, denen sie künftig einen großen Stellenwert zurechnet. Lauritzen lobte aber die Vorreiterrolle von Timmendorfer bei Veranstaltungsangeboten in der dunklen Jahreszeit von November bis März. KG

 

Foto: Mit einem Blumenstrauß bedankten sich Heinz Meyer (rechts) und Mike Lindner bei Rotraud Schwarz, die seit 15 Jahren als Sekretärin für die Aktivgruppe tätig ist. © KG

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