Aus für „Icke’s Imbiss“

Nur noch knapp eine Woche, dann ist Schluss: Am Freitag, 24. November, öffnet „Icke’s Imbiss“ an der Ludwig-Jahn-Straße in Bad Schwartau – die Adresse für original Berliner Currywurst – ein letztes Mal. Inhaber Michael Hermann hört schweren Herzens auf. An dem Standort fehlte die Laufkundschaft.

Er ist die Adresse für original Berliner Currywurst in der Region. Doch am 24. November ist der letzte Tag von „Icke’s Imbiss“ auf dem Parkplatz des Schützenvereins an der Ludwig-Jahn-Straße in Bad Schwartau. Inhaber Michael Hermann hört schweren Herzens auf.
Immer wieder ist er bei der Stadtverwaltung und sogar beim Bürgermeister persönlich vorstellig geworden, um einen zentraleren Standort für seinen Imbisswagen zu erhalten. Doch vergeblich. „Hier fehlt mir die Laufkundschaft“, sagt Michael „Icke“ Hermann. Gern wäre er mit seinem Wagen auf den Parkplatz des benachbarten P1-Centers gewechselt. Aber das war nicht gewünscht. Eine andere Lösung unweit des Zentralparkplatzes hätte zu lange gedauert. Noch länger an dem schlecht frequentierten Standort an der Ludwig-Jahn-Straße hätte er sich nicht leisten können.

Deshalb hat „Icke“ sich einen neuen Job gesucht. Der Abschied fällt ihm schwer. „Es ist ein komisches Gefühl. Ich mache das hier mit viel Herzblut. Das hier ist mein Baby.“ Besonders bitter: Seitdem er auf Facebook und per Bekanntmachung an seinem Wagen das Aus für seinen Imbiss bekanntgegeben hat, wird ihm förmlich die Bude eingerannt. „Jetzt habe ich die Umsätze, die ich vorher gebraucht hätte.“
In den gut acht Jahren von „Icke’s Imbiss“ hat Michael Hermann dreimal ein Schärfe-Wettessen veranstaltet. Teilnehmer aus ganz Deutschland kamen dafür nach Bad Schwartau.

Doch so ganz will „Icke“ nicht tschüs sagen. Er plant, bei sich zu Hause in Bad Schwartau private Currywurst-Events zu veranstalten. Daran Interessierte können sich dafür an seinem Imbisswagen in eine Liste eintragen – und die ist schon gut gefüllt. Und was wird mit seinem kultigen Imbisswagen? Den will Michael Hermann behalten. Aus zweierlei Gründen: Bisherige Angebote für den 45 Jahre alten, komplett als Imbissbude ausgebauten Oldtimerwagen waren viel zu niedrig. Außerdem schmiedet „Icke“ Pläne, in Zukunft vielleicht nebenberuflich, sprich am Wochenende, original Berliner Currywürste zu grillen und Pommes Frites in seinem Wagen zu frittieren – aber Konkretes will er noch nicht verraten. ES

 

Foto: „Ich mache das hier mit viel Herzblut. Das hier ist mein Baby“, sagt Michael „Icke“ Hermann. Doch nun hört er schweren Herzens auf. © ES

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