Wo ist der Rastplatz hin?

Der kleine Rastplatz auf dem Radweg zwischen Pohnsdorf und Bad Schwartau mussten abgebaut werden, da die Bank kaputt war. Ob es einen Ersatz gibt, steht noch nicht endgültig fest.

Sie kennt die Strecke in- und auswendig, hat den Radweg zwischen Pohnsdorf und Bad Schwartau auch oft für die Fahrt zur Arbeit in Dakendorf genutzt: Für Marianne Reichpietsch aus Bad Schwartau war der kleine Platz mit Bank, Tisch und Papierkorb immer gern einen Zwischenstopp wert. Auch später noch nach ihrem Renteneintritt haben sie und ihr verstorbener Mann den Platz gern genutzt. „Der lag direkt auf der Kuppe des kleinen Anstiegs und man konnte immer so schön verschnaufen“, erinnert sie sich.

Nachdem die 74-Jährige nun krankheitsbedingt einige Zeit den Platz nicht nutzen konnte, war sie jüngst erstaunt darüber, dass alles abgebaut worden ist. „Das war doch noch alles gut in Schuss“, wundert sie sich bei einem Ortstermin. Die Fläche, wo alles gestanden hat, ist noch gut auszumachen, auch der Pfahl vom Papierkorb steht noch da. „Es ist so schade, der Platz wurde vor allem von älteren Menschen immer gern genutzt“, weiß sie noch.

Auf Anfrage bei der Stadt Bad Schwartau teilte man ihr mit, dass der Platz auf Stockelsdorfer Gebiet liegt und die Gemeinde dafür zuständig sei. Eine Nachfrage beim Bauhof in Stockelsdorf ergab, dass in diesem Jahr kein Ersatz geplant sei. „Abbauen ohne einen Ersatz machen wir eigentlich nicht“, so der Bauhofmitarbeiter. Doch auch Stockelsdorf ist nicht zuständig, wie der betreffende Mitarbeiter schließlich erfuhr. Da es sich bei der L 185 um eine Landesstraße handelt, ist der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr zuständig. Jens Sommerburg, Leiter der Niederlassung Lübeck, erklärte schließlich, dass die betreffende Bank schlicht kaputt war und deshalb abgebaut werden musste. „Wir haben die Aufgabe an eine Straßenmeisterei übergeben, der LBV bewirtschaftet solche Plätze nicht“, so Sommerburg.

Ob ein Ersatz geplant ist, konnte er noch nicht abschließend beantworten, da die Straßenmeisterei mit der Gemeinde Stockelsdorf über eine Bewirtschaftung verhandelt. „Die Gespräche dazu dauern noch an“, so der Niederlassungsleiter. Bleibt die Hoffnung im Sinne von Marianne Reichpietsch und vielen anderen älteren Radfahrern und Spaziergängern, dass die Gespräche dazu positiv verlaufen werden.

 

Foto: Hier haben bis vor einiger Zeit Bank und Tisch gestanden, zeigt Marianne Reichpietsch. Im Hintergrund sind die Häuser von Pohnsdorf zu erkennen, im Vordergrund der Pfahl des abgebauten Papierkorbs. © HÖ

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