Nachhaltige Holzernte im Klingberger Wald

In der Scharbeutzer Heide ist gerade die Holzernte im Gange. Und die wird „mit Augenmaß betrieben“, denn der Wald in Klingberg soll nachhaltig bewirtschaftet werden. Nur 13 Bäume auf insgesamt 18 Hektar werden gefällt.

Noch voraussichtlich bis Ende November dauert die Holzernte in der Scharbeutzer Heide in Klingberg. Auf einer Fläche von 18 Hektar lässt Förster Karsten Tybussek insgesamt 900 Festmeter Holz schlagen. Darunter auch einige 232 Jahre alte Eichen und 122jährige Buchen. Die Stämme gehören zum Besten, was der Wald zu bieten hat und werden im Rahmen einer Submission versteigert. Dabei können schon mal Preise von 1300 Euro pro laufenden Meter erzielt werden. Aus diesem Holz wird edles Furnier. Nicht ganz so hochwertige Stämme werden häufig zu Parkettböden verarbeitet.

Habitatbäume sichern Artenvielfalt im Wald

Leichtfertig werden die Bäume allerdings nicht gefällt. „Wir entnehmen auf den gesamten 18 Hektar für die Submission nur fünf Eichen und acht Douglasien und selbst das machen wir mit Augenmaß“, erklärt Förster Karsten Tybussek. „Wir wirtschaften nachhaltig und lassen viele Bäume stehen. Mindestens zehn starke Bäume dürfen pro Hektar so alt werden, dass sie von selbst zerfallen. Diese Bäume werden mit einem weißen Dreieck als sogenannte Habitatbäume gekennzeichnet. Sie sind besonders wichtig, um einem große Artenvielfalt im Wald zu sichern.“ Zukunftsbäume bekommen eine einen weißen Punkt. Sie sollen richtig groß werden.

Forstwirtschaft ist ein Generationenvertrag

Bevor ein Baum überhaupt zum Fällen freigegeben wird, hat ihn der Förster mindestens dreimal umrundet, damit ihm keine Nisthöhlen entgehen. Auch die beiden Forstwirte Burkhard Westphal und Thomas Gehrecke schauen nochmal genau hin, bevor sie zur Motorsäge greifen. Schließlich ist die Forstwirtschaft ein Generationenvertrag. „Wer Holz aus heimischen Wäldern kauft, kann sich auch sicher sein, dass es nachhaltig ist“, erklärt der Förster, „Denn wir sind verpflichtet auch den nächsten Generationen einen intakten Wald zu hinterlassen.“ KG

 

 

Foto: Diese Eiche war 232 Jahre alt. Förster Karsten Tybussek (Mitte) und die Forstarbeiter Burkhard Westphal (links) und Thomas Gehrecke ernten nur soviel Bäume, dass auch für die kommenden Generationen ein gesunder Mischwald erhalten bleibt. Foto: © KG

 

 

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