„Radfahrerfalle“ Posener Straße

Die Posener Straße wird von vielen Radfahrern genutzt, um nach Bad Schwartau oder in die Lübecker Innenstadt zu fahren. Auf Höhe der großen Hafenhallen wird der Radweg von Schienen für den Güterverkehr gekreuzt. Das Problem: Der Winkel ist so spitz, dass dort immer wieder Radfahrer in die Schienen geraten.

Ernst Runge (großes Foto) fährt die Strecke sein Jahren mit den Rad und hat solche kritischen Situationen schon oft miterlebt. „Erst am Montag ist dort wieder eine Frau gestürzt, die anschließend ärztlich versorgt werden musste“, so der 58-Jährige. „Das ist eine ganz blöde Stelle. Es ist sehr schwer, den richtigen Fahrwinkel zu erwischen. Dazu kommt, dass die Schienen etwas abgesenkt und dadurch erst spät zu sehen sind“, so Ernst Runge. Die Hansestadt Lübeck hält dagegen, sieht keinen Handlungsbedarf. „Die Beschilderung und die Rotmarkierung weisen rechtzeitig auf diese Gefahrenstelle hin“, so Pressesprecherin Valessa Glisovic. Das Schild soll verdeutlichen, dass möglichst rechtwinklig über die Gleise gefahren werden sollte, damit die Reifen nicht in die Schienen geraten. Die Praxis sieht aber bisher anders aus.

Fotos: Kröger/ Text: afu

Teile diesen Beitrag!

3 Antworten auf &‌#8222;„Radfahrerfalle“ Posener Straße&‌#8220;

  1. Martin Brüning, ADFC Lübeck sagt:

    Als das Schild vor einem Jahr aufgestellt wurde, hat der ADFC Lübeck sofort reagiert und von der Stadt eine sichere Lösung gefordert. Für selten befahrene Bahngleise, die in spitzem Winkel Radwege queren empfiehlt die ERA (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen) „Streifenrillen-Dichteprofile aus Hartgummi“.
    Allerdings ist hier die LPA (Lübeck Port Authority) zuständig, die die Verkehrssicherungspflicht nicht so ernst nimmt. Hier die Antwort:
    „Solche Profile haben wir an anderer Stelle schon eingesetzt mit dem Erfolg, dass sie schneller draußen, als man sie wieder einbauen kann. Die Profile stellen also eher eine zusätzliche Gefahr dar, als dass sie nützen. Außerdem bleibt auch bei den Profilen eine Unebenheit, die einige Fahrradfahrer schon als störend empfinden. Von meiner Seite werde ich daher den Einbau nicht veranlassen. Es gibt keine gute Lösung dafür. Wir tragen nur dafür Sorge, dass der BÜ in einem guten Zustand ist. Fahrradfahrer müssen in dem Bereich einfach entsprechend vorsichtig fahren. Normalerweise passiert einem nichts, wenn man die Gleise überfährt. Ich mache das auch regelmäßig.“

  2. Sabine Meyndt sagt:

    Wer ist für sowas verantwortlich zu machen ?

  3. Sabine Meyndt sagt:

    Ich bin dort im Mai diesen Jahres gestützt und habe mir sehr schwere Verletzungen im Becken und im Steißbein zugezogen, lag 4 Wochen bewegungsunfähig im Bett mit sehr starken Schmerzen, war im Krankenhaus, hatte den Notarzt zu Hause und bin 5 Monate an Krücken gegangen ! Es reicht nicht aus dort ein Schild aufzustellen und glaubt damit genug getan zu haben ! Wenn ich von meinem Unglück erzähle , höre ich das dort schon viele verunglückt sind ! Wer ist dafür verantwortlich? Meine Schmerzen waren so heftig das nichtmals starke Tabletten halfen! Man fühlt sich so alleingelassen und verzweifelt und glaubt niemals wieder auf die Beine zukommen. Ich gehe erst seit 3 Wochen wieder ohne Krücken und lerne langsam wieder das normale gehen !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.