Hundesteuer-Sünder im Visier

Gemeinde Ratekau plant Bestandsaufnahme – Schonfrist bis 20. November.

Ob Frauchen oder Herrchen: Wer in der Gemeinde Ratekau seinen Hund nicht ordnungsgemäß angemeldet hat und keine Hundesteuer zahlt, muss in Zukunft mit Unannehmlichkeiten rechnen. Die Gemeinde plant, eine Firma zu beauftragen, die eine Hundebestandsaufnahme durchführt.

Anmeldepflicht für Hunde

Derzeit sind etwa 1000 Hunde gemeldet. Bei einem aktuellen Steuersatz von 80 Euro für den ersten Hund und einer Steigerung bei der Mehrfachhundehaltung auf 115 Euro beziehungsweise 155 Euro pro Jahr macht dies ein jährliches Steueraufkommen von etwas über 100000 Euro aus. Die Gemeinde gibt nun allen säumigen Hundehaltern Gelegenheit, ihren Hund bis zum 20. November 2017 zur Hundesteuer anzumelden, ohne dass ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet wird. „Ansonsten droht eine Geldbuße von bis zu 500 Euro“, heißt es in einer Pressemitteilung. Gemäß Paragraph 10 der Hundesteuersatzung der Gemeinde Ratekau ist jeder, der sich einen Hund anschafft oder mit einem Hund zuzieht, verpflichtet, diesen innerhalb von 14 Tagen anzumelden. Neugeborene Hunde gelten mit Ablauf des dritten Monats nach der Geburt als angeschafft.

Tragen einer Steuermarke

Hundehalter sollten zudem wissen, dass ihre Vierbeiner außerhalb von Wohnung oder Grundstück die gültige Steuermarke tragen müssen. Wirklich praktisch ist das aber nicht. „Ich habe die Marke am Schlüsselbund, weil sie meinen Hund beim Spielen stört“, sagt Andrea Montag aus Sereetz.

Anmeldeformulare für die Hundesteuer

Anmeldeformulare für die Hundesteuer sind im Bürgerbüro, Bäderstraße 19, telefonisch unter 04504/803210 oder auf www.ratekau.de erhältlich. Dort kann auch die Hundesteuer-Satzung eingesehen werden. Fragen bezüglich Steuerermäßigungen z. B. für Wachhunde oder Steuerbefreiungen z. B. für Blindenhunde werden von der der Finanzverwaltung unter Telefon 04504/803-210 beantwortet.

Weitere Infos

Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer, mit der das Halten von Hunden besteuert wird. Wie jede Steuer ist sie eine öffentlich-rechtliche Abgabe, der keine bestimmte Leistung (etwa das Reinigen der Straßen von Hundekot) gegenübersteht und die nach dem Gesamtdeckungsprinzip zur Finanzierung aller kommunalen Aufgaben verwendet wird. afu
Foto: Die gültige Hundemarke immer dabei: Andrea Montag mit ihrem Australian Shepherd „Buddy“. © afu
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