Regionales Rindfleisch aus Sarkwitz

 

Landwirt Niko Rahn liegt die artgerechte Haltung seiner Weideochsen am Herzen. Das Fleisch vermarktet er direkt ab Hof.

Seit Ende April stehen sie auf den saftigen Wiesen, verbringen ihren zweiten und dritten Sommer im Freien, fressen frisches Gras, haben viel Bewegung, wachsen, wie die Natur es will. Weideochsen hält Landwirt Niko Rahn auf seinen Grünlandflächen im Schwartau-Tal, dazu noch den Kälber-Nachwuchs auf der Hauskoppel seines landwirtschaftlichen Betriebes in Sarkwitz. Seit Kurzem vermarktet der 41-Jährige das Fleisch seiner Tiere direkt vom Hof und wird damit einem Trend gerecht – Regionales auf den Tisch zu bringen.

Respekt vor den Tieren

„Wenn schon Fleisch, dann doch von einem Tier aus der Region, von dem man weiß, wie es aufgewachsen ist und womit es gefüttert wurde“, sagt Niko Rahn. Drei seiner Weideochsen hat er bisher von einem benachbarten Landschlachter verarbeiten lassen und das Rindfleisch ab Hof verkauft. „Ich wollte einfach nicht mehr hinnehmen, dass der Verbraucher über die Handelsketten das anonymisierte Fleisch aus den Schlachthöfen angeboten bekommt. Das hat auch mit Respekt vor unseren Tieren zu tun“, erklärt der Landwirt.

Tiergerechte Aufzucht und Haltung

Tiergerechte Aufzucht und Haltung seiner Rinder liegen Niko Rahn am Herzen. „Die Kälber werden von mir die ersten vier Monaten mit der Hand aufgezogen. Sie bekommen ihre Milch zweimal am Tag warm aus dem Eimer. Dazu gibt es Heu, Kälberkorn und Wasser“, erklärt der Sarkwitzer. Ab dem fünften Lebensmonat kann der Nachwuchs Gras fressen und kommt schließlich im Frühjahr als Herde mit den Gleichaltrigen auf die Hauskoppel. „Meine Tiere bekommen Futter von meinen Feldern. Sie werden nicht gemästet. Darum wachsen sie wesentlich langsamer und vor allem aus. Das spiegelt sich in der Qualität des Fleisches wider“, sagt der Landwirt.

Die Tiere von Niko Rahn verbringen den Winter im Stall

Die Weidesaison endet im November. „Dann sind die Tiere tatsächlich froh, wieder rein zu können“, erzählt Niko Rahn, der seine muntere Rinderschar regelmäßig auf den Wiesen besucht und stets freudig empfangen wird. Den Winter verbringen die „jungen Wilden“ und die älteren Ochsen gemeinsam im warmen, trockenen Stall, wo sie in mit Stroh ausgelegten Boxen frei herumlaufen können. „Ich kann wirklich sagen, sie führen ein glückliches Leben“, sagt Niko Rahn. Mehr Informationen im Internet unter rindfleisch-sarkwitz.jimdo.com vb

 

 

Foto: Landwirt Niko Rahn (41) inmitten seiner Ochsenschar. Die Tiere lassen sich gerne kraulen. © Verena Bosslet

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