Urlaub jenseits der Touristenpfade

Einmal Gastgeber und einmal Gast sein: Mitglieder von Friendship Force Lübeck, wie Hilda und Holger Henningsen sowie Elke Simon, lernen die Welt mit anderen Augen kennen.

30 Jahre Friendship Force Lübeck – drei Jahrzehnte im Austausch mit anderen Kulturen.

Urlaub mal anders. Für eine Woche zu Gast sein bei einer Familie. Reisen mit einem Programm jenseits ausgetretener Touristenpfade, das gegenseitiges Verständnis und kulturelle Bildung fördert. Die Welt mit anderen Augen sehen. Unter diesem Motto gründeten 1977 der damalige US-Präsident Jimmy Carter und Wayne Smith „friendship force international“. Einen Verein, bei dem Menschen andere Menschen in ihrem Leben und in ihrer Kultur für eine kurze Zeit aufnehmen und den Reisenden Einblicke ermöglichen, die sonst nicht zugänglich sind.

Friendship Force Clubs in Deutschland

Seit der Gründung vor 40 Jahren sind über 350 Clubs in mehr als 60 Ländern entstanden. Die Club-Sprache ist Englisch. 1987 wurde Friendship Force Lübeck aus der Taufe gehoben. „In Deutschland gibt es inzwischen 21 Clubs, fünf davon in Norddeutschland“, sagt Elke Simon, stellvertretende Vorsitzende des Clubs in der Hansestadt, der zurzeit 31 Mitglieder zählt und sich immer über neue Mitglieder und Nachwuchs-Gastgeber freut. Der Club sei ideal für Leute, die in Rente gehen, Zeit haben und mal ganz anders reisen wollen.

Die Welt auf ganz persönliche Weise entdecken

Elke Simon schwört auf diese Art zu reisen. „Das macht einen reich. Man bekommt seine ganz eigene Umgebung, und es entwickeln sich mitunter auch Freundschaften, die eine lange Zeit halten.“ Die heute 67-Jährige weiß, wovon sie spricht. Schließlich hat sie schon viele Teile der Welt auf diese ganz persönliche Weise entdeckt. War zu Gast bei Familien in England, Russland, Neuseeland und Australien und hat auch schon viele internationale Gäste bei sich untergebracht.

Als Clubmitglied um die Welt reisen

Ein Aufenthalt in einer Gastfamilie mit Übernachtung, Frühstück, Transfer und Betreuung, der über die Zentrale in Atlanta organisiert wird, ist für eine Woche konzipiert. „Das Programm wird von den Gastgebern vor Ort erstellt, das neben touristischen Sehenswürdigkeiten viele andere Einblicke in ihre Welt gibt. Dabei ist immer ein Tag für Unternehmungen mit dem Gastgeber reserviert“, beschreibt Holger Henningsen das Konzept. Der aktuelle Club-Vorsitzende wurde vor 15 Jahren über einen Bericht im Wochenspiegel auf Friendship Force Lübeck aufmerksam. Seitdem reist der 73-Jährige mit seiner Frau Hilda als Clubmitglied um die Welt. „Wir kombinieren die Gastfamilien und fahren immer zwei Wochen am Stück. 2016 waren wir zum Beispiel in Toronto und in Washington unterwegs.“ Im Gegenzug werden zweimal im Jahr ausländische Clubmitglieder bei den Henningsens willkommen geheißen und in die Welt von Lübeck und Umgebung eingeführt. Und auch sie haben schon mehr als einmal erfahren: „Ein Hallo und ein Lächeln kann der Beginn einer lebenslangen Freundschaft sein.“  Weitere Informationen unter http://ff-hl.de DO

 

Foto: Einmal Gastgeber und einmal Gast sein: Mitglieder von Friendship Force Lübeck, wie Hilda und Holger Henningsen sowie Elke Simon, lernen die Welt mit anderen Augen kennen. © DO

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