Museumsnacht Lübeck: Schräg und erfrischend anders

Schräge Themen, vielfältiges Programm: Mareike Heinz, Dagmar Täube, Melanie Jänicke (v.l. unten), Helene Hoffmann, Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Heide Klingelhöfer und Birgit Stammberger vom ZKFL (v.l. hinten). (mpa)

Die Besucher der 17. Lübecker Museumsnacht erwartet ein (un)orthodoxes Programm.

„Die Vorbereitungen der 17. Museumsnacht in Lübeck laufen seit Januar auf Hochtouren“, sagt Helene Hoffmann. Gemeinsam mit Heide Klingelhöfer transportiert sie das besondere Thema für den 26. August: „Unser Titel „(un)orthodox)“ hat allen beteiligten Häusern bei der Vorbereitung der verschiedenen Veranstaltungen am kommenden Sonnabend besonders viel Spaß

gemacht. Vor der Überlegung, was in unterschiedlichen Kulturen erlaubt, beziehungsweise verboten ist, sind unkonventionelle, ungewöhnliche und unorthodoxe Programmideen entstanden“, so Heide Klingelhöfer. Dementsprechend dürfen sich die Besucher der bereits traditionellen großen Lübecker Kulturveranstaltung auf schräge und erfrischend freche, eigenwillige oder provokante Begegnungen freuen. „Circa 100 Veranstaltungen spiegeln das enorme Potenzial und die Vielfalt der Lübecker Museen, Galerien und weiterer Koalitionspartner wider“, freut sich Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen.

Wie vor 17 Jahren wird die diesjährige Museumsnacht im Domhof eröffnet. Dort geht es mit Tanzmusik aus einer anderen Zeit weiter. Neben kreativen Cosplayern erwartet die Besucher die Hamburger Anime-Sängerin Shiroku und die Comic-Zeichnerin Inge Steinmetz, die im Museumsquartier St. Annen „verschiedene Welten aufeinander treffen lassen“, so Dagmar Täube. Die Leiterin des St. Annen Museums freut sich, gerade junge Menschen für die Museumsnacht zu begeistern.

Mit „Natur überrascht“ spricht der Förderverein des Museums für Natur und Umwelt seine Besucher an: Ein spannendes Kinderprogramm präsentiert fliegende Säugetiere. Daneben treten sechs junge Wissenschaftler in einem „Science-Slam“ gegeneinander an. Das Buddenbrookhaus widmet sich dem Thema „Familie“ und beschäftigt sich mit Rollenbrüchen und verkrusteten Strukturen. Neben improvisierten Familienszenen und einem Foto- und Textprojekt zum Thema Intersexualität geht es um die Frage „Wie männlich/weiblich kann und muss ich sein?“ mit dem ZKFL (Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck). Auch Live-Rezensionen und Showing, Dancing und Talking im Behnhaus Drägerhaus, Lesungen und Diskussionen mit jungen Künstlern über die aktuelle politische Situation in Europa im Günter Grass-Haus oder „League of Legends“, ein bekanntes Spiel im elektronischen Sport in der Katharinenkirche oder das Sams im TheaterFigurenMuseum bereichern neben weiteren Highlights die Lübecker Nacht der Nächte. »Am 26. August sind die Tickets ab 18 Uhr in allen Lübecker Museen erhältlich (Ausnahme: Katharinenkirche). Sie kosten zwölf Euro für Erwachsene, sechs Euro für Kinder. Der Kartenvorverkauf läuft bereits im Günter-Grass- Haus und am Veranstaltungstag um 14 Uhr am Info-Point in der Breiten Straße vor Karstadt. Mehr Infos:

www.die-luebecker-museen.de.

mpa
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