Weber Café soll Mitte September eröffnet werden

Die Ausstattung der Gasträume hat Stil und soll den Charme eines klassischen Wiener Kaffeehauses versprühen.

Das Weber-Café gewährt zum Eutiner Stadtfest schon einen Einblick.

Frühstück, Mittagstisch, Kaffee und Kuchen – was im historischen Weber- Café künftig angeboten werden soll, wissen die Inhaber Anne Neumann und Marco Scharge ganz genau. Nur ihr Zeitplan für die Wiedereröffnung als Kaffeehaus im klassischen Wiener Stil ist ein bisschen ins Trudeln geraten. Wer ein jahrhundertealtes Gebäude modernisiert, ist eben vor bösen Überraschungen nicht gefeit. Man ist drei Monate im Verzug – aber inzwischen ist der Neustart absehbar.

„Eigentlich haben wir uns abgewöhnt, einen konkreten Zeitpunkt für die Fertigstellung zu nennen, aber in circa vier Wochen könnte es so weit sein“, kündigt Anne Neumann an. Ursprünglich sollte der Gastraum nur renoviert werden, aufgrund der Bausubstanz ist es dann doch eine Sanierung geworden, nennt sie ein Beispiel für den Mehraufwand, mit dem sich das junge Paar, das sich bereits im oberen Geschoss des 1745 erbauten Wohn- und Geschäftshauses eingerichtet hat, abfinden muss. Hinzu kommt, dass beide die meisten Arbeiten in Eigenleistung durchführen – und das seit nunmehr acht Monaten.

„Es ist uns unheimlich wichtig, dass das Café diesen alten Kaffeehaus-Charme ausstrahlt. Oft sind es deshalb auch die Details, die aufhalten“, sagt Anne Neumann.

Wer einen Blick ins Erdgeschoss wirft, stellt jedoch fest: Es geht voran. Die Wände sind mit Tapeten mit Jugendstil- und Streifenmuster beklebt, die zuvor braunen Raumteiler und Wandverkleidungen in elegantem Weiß lackiert, der Teppichboden ist raus, man geht jetzt auf Parkett. Auch die 50er-Jahre-Bänke sind verschwunden, und das erste neue, edle Mobiliar ist ausgepackt. Auch die Technik in der Backstube stimmt: Der alte Backofen aus dem Jahr 1964 leistet beste Arbeit, Anne Neumann hat schon viel mit ihm experimentiert. „Gerade war ein Techniker da, der den Ofen durchgecheckt hat und begeistert von dessen Qualität war“, berichtet sie.

Wer einmal einen Blick auf die Baustelle werfen möchte, hat dazu am jetzigen Sonnabend, 19. August, Gelegenheit. Während des Stadtfestes öffnen Anne Neumann und Marco Scharge die Türen des Weber-Cafés und lassen sich zwischen 10 und 18 Uhr bei der Arbeit über die Schultern schauen. vg

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