DLRG rettet Tretboote in Timmendorfer Strand

Strandkorbvermieterin Katja König in einem ihrer Tretboote, die sie mit einem Drahtseilschloss gesichert hatte.

Trieben hinaus auf das offene Meer: Unbekannte durchtrennten Drahtseil, mit dem die Treetboote von Katja König gesichert waren.

Die Strandkorbvermieterin Katja König kann es noch immer nicht fassen. In der Nacht von Sonntag, 30., auf Montag, 31. Juli, haben Unbekannte das Drahtseil, mit dem sie ihre vier Tretboote auf dem Strandabschnitt ihrer Strandkorbvermietung direkt neben der Seeschlösschen Seebrücke zusammengeschlossen hatte, durchtrennt. Dann müssen sie das grüne Netz, mit dem die gelben Plastikboote abgedeckt waren, entfernt und die Boote ins Wasser geschoben haben.

Wasserschutzpolizei sah keinen Handlungsbedarf

Katja König ahnte von alledem nichts. Erst am Montagmorgen, als sie um 6 Uhr auf ihr Telefon sah, bemerkte sie, das jemand versucht hatte sie um 4.30 Uhr zu erreichen. Als sie die ihr unbekannte Nummer zurückrief, meldete sich am anderen Ende die Polizei. So erfuhr sie, dass Polizeibeamte in den frühen Morgenstunden ihre im Meer treibenden Boote gesehen hatten. Katja König informierte daraufhin die Wasserschutzpolizei. „Dort sah man keinen Handlungsbedarf, weil keine Personen in Gefahr waren“, berichtet die Strandkorbvermieterin. Als Retter in der Not erwies sich die DLRG. „Ich habe um 7.10 Uhr bei der DLRG angerufen und eineinhalb Stunden später waren meine vier Tretboote wieder zurück am Strand. Zwei Boote waren bis Sierksdorf, eins bis nach Pelzerhaken getrieben. Ein weiteres trieb vor Scharbeutz.“ Damit waren die Boote zum Glück rechtzeitig wieder zurück, denn am Freitag besuchten Kinder im Rahmen einer Ferienpassaktion den Strand, um dort mit dem Tretboot in See zu stechen.

Spende für die DLRG als Dankeschön

„Ich bin sehr glücklich über den Einsatz der DLRG, die gleich mit mehreren Booten unterwegs war“, freut sich Katja König, die sich mit einer Spende bei der DLRG bedankte. Der Wert der bunten Plastikboote dürfte sich auf 6000 bis 8000 Euro belaufen. „Das klingt vielleicht nicht viel, ist aber meine Existenz“, erklärt die Strandkorbvermieterin, die darauf hofft, dass sich Zeugen bei ihr melden, die beobachtet haben, wer ihre Tretboote ins Wasser geschoben hat. KG

 

Foto: Strandkorbvermieterin Katja König in einem ihrer Tretboote, die sie mit einem Drahtseilschloss gesichert hatte. © KG

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