Neue Chance für Eutiner Gesundheitscampus

Schallschutz-Gutachten und Finanzierung müssen bis zum 31. Dezember stehen.

Unterstütztes Wohnen für Senioren, therapeutische Angebote, die Aus- und Fortbildung von Fachkräften im Gesundheitsbereich und unter dem Strich etwa 50 neue Arbeitsplätze in Eutin – für die Planung eines solchen Gesundheitscampus erhielt Initiator Thomas Hüstreich grünes Licht von der Eutiner Politik. Einstimmig sprach sich der Ausschuss für Stadtentwicklung jüngst für die Fortführung des Planverfahrens aus. Der Rückschlag vom vergangenen November, als bei der Politik die Zweifel überwogen, ist damit abgehakt. Hüstreich arbeitet mit Hochdruck daran, sein innovatives Konzept zu realisieren.

Enormer Zeitdruck für Thomas Hüstreich

Der Eutiner ist Eigentümer des dafür vorgesehenen Areals in der Ohmstraße und Betreiber des anliegenden Sport- und Therapiezentrums A-K-tiv. Die Herausforderung liegt für ihn nun darin, bis zum 31. Dezember die Finanzierung sowohl für eine Lösung mit Wohneigentum als auch für eine Variante mit Vermietung der Wohneinheiten vorzulegen. Zeitgleich muss ein Schallschutzgutachten erstellt werden. „Grundsätzlich ist das kein Problem, die Kontakte bestehen nach wie vor, aber der Zeitdruck ist nach dem langen Stillstand natürlich enorm“, erklärt er.

Viel Zuspruch für den Gesundheitscampus

Vorgesehen ist laut Planungsentwurf ein Verhältnis von 60 zu 40 zwischen gewerblichem und wohnlich genutztem Teil. Das große Interesse an einem solchen Campus werde ihm von vielen Eutinern signalisiert: „Nachdem klar war, dass es weitergeht, gab es Gratulationen von vielen Seiten und sogar schon Nachfragen von Menschen, die ihr Haus verkaufen wollen und dann gern auf dem Campus wohnen würden“, berichtet er.

„Active and assisted living“-Programm für Senioren

Umgesetzt werden soll das „active and assisted living programme“ für Senioren. Gezielte Fitness-, Wellness- und Gesundheitsangebote sollen den Menschen helfen, „möglichst kein Pflegefall zu werden“, erläutert Hüstreich. AJ

 

Grafik: So soll der Gesundheitscampus an der Ohmstraße mal aussehen. Auf dem Gelände sind auch Wohnungen für Senioren geplant. © Hüstreich

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