270 Wohnungen für den Bornkamp

In zwei Jahren entstehen am Schärenweg im Bornkamp Geschoßwohnungen und ein Studentenwohnheim. Das Containerdorf für Flüchtlinge wird aufgelöst.

Auf dem freien Gelände am Schärenweg im Bornkamp plant die Hansestadt Lübeck ein Bauprojekt mit rund 270 Wohneinheiten. Dort, wo zurzeit ein Containerdorf für Flüchtlinge steht, werden Geschosswohnungen und ein Studentenheim entstehen. Das teilte Wirtschaft- und Sozialsenator Sven Schindler auf einer Einwohnerversammlung des Hochschulstadtteils mit. Zum Treffen in der Paul-Klee-Schule hatte der SPD-Ortsverein Mühlentor-Ost eingeladen.

Wohnungen und Studentenheim statt Flüchtlingsunterkünfte

Anders als bisher vorgesehen, wird auf dem Aral neben der Bahnlinie keine feste Unterkunft für Geflüchtete mehr eingerichtet. Denn die Zahl der Ankömmlinge aus Kriegs- und Krisengebieten ist zurückgegangen. „Wir bekommen 45 statt 500 Zuweisungen pro Monat“, sagte Schindler. Das Containerdorf im Bornkamp bleibt allerdings solange erhalten, bis in circa zwei Jahren die Bauarbeiten beginnen werden, führte Senator Schindler weiter. Bei der Gelegenheit lobte er die Hilfe und die Unterstützung der Bornkamper für die Flüchtlinge: „Das ist ein Vorzeigeprojekt“, sagte er. Über die Bebauung am Schärenweg wird es nach seiner Auskunft voraussichtlich im September eine Informationsveranstaltung der Bauverwaltung zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung geben.

Einwohnerversammlung diskutiert Probleme im Hochschulstadtteil

Die knapp 50 Teilnehmer der Einwohnerversammlung bewegten allerdings ganz andere Themen. Viele von ihnen beklagten sich über den starken Verkehr durch den Hochschulstadtteil. „Die PaulErhlich- und die Maria-Göppert-Straße sind Rennstrecken. Wir brauchen mehr Geschwindigkeitskontrollen“, forderten einige. Bürgerschaftsmitglied Peter Petereit (SPD) kritisierte, dass die ursprünglichen Pläne eines verkehrsarmen Stadtteils nicht erfüllt wurden. „Stattdessen zieht der Hochschulstadtteil viele Verkehre von weit weg an.“

Lärmende Jugendliche im Carlebach-Park

Der Lärm, den Jugendliche in den Abendstunden im Carlebach-Park verursachen, wurde – wie in früheren Einwohnerversammlungen – ebenso angesprochen. „Nachts kann man das Fenster gar nicht aufmachen, das ist Ballermann“, berichtete ein älterer Herr, der neben dem Park wohnt. Bemängelt wurde andererseits auch, dass es für die Jugendlichen im Stadtteil kaum attraktive Angebote gebe. „Wir müssen ihnen eine Perspektive und einen Treffpunkt geben“, forderte ein Teilnehmer der Versammlung, „und dazu gab es viele Möglichkeiten, wie den geplanten Sportplatz im Bornkamp oder jetzt den leer stehenden Aldi-Markt. Aber im Hochschulstadtteil ist nichts passiert, außer es mit Wohnungen und Firmen zu pflastern.“ SDF

 

Foto: Auf dem freien Gelände am Schärenweg im Bornkamp, wo zurzeit ein Containerdorf für Flüchtlinge steht, plant die Hansestadt Lübeck ein Bauprojekt mit rund 270 Wohneinheiten. © SDF

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Eine Antwort auf „270 Wohnungen für den Bornkamp“

  1. Gülten sagt:

    Hallo

    Ich selbst wohne auch hier im Hochschulstadteil und es ist leider wahr was die Leute erzählen und sehen ….. am Wochenende feiern die Leute bei Wind und Wetter und lassen ihren ganzen Müll liegen …. Zerbrochene Glasscherben Müll und Essensreste alles liegt da rum. Es ist an einem Montag nicht möglich dort mit dem Hund spazieren zu gehen geschweige denn mit Kindern. Unter aller Sau ist das eine Zumutung die man kaum beschreiben kann. Bodenlose Frechheit von der Stadt dagegen nichts zu unternehmen und die Bewohner mit diesen Beschwerden allein zu lassen.

    Nirgendwo ist es so schlimm wie hier im Hochschulstadtteil. Laute Musik und ein rum Gebrülle von den besoffenen kaum auszuhalten. Und als ob das nicht genügt fahren die Leute hier auch soooooo schnell als wäre es hier eine Rennstrecke…

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