Barrierefreies E-Haus der Beruflichen Schule Eutin

Die Berufliche Schule Eutin berücksichtigt den Demografischen Wandel bereits in der Ausbildung des Elektrohandwerks.

In unserer älter werdenden Gesellschaft gewinnt das Thema „Barrierefreies Bauen und Wohnen“ zunehmend an Bedeutung. Die Berufliche Schule Eutin nimmt diese Entwicklung – bundesweit erstmalig – in der Ausbildung des Elektrohandwerks auf: In dem Projekt „Das barrierefreie E-Haus“, das mit Unterstützung zahlreicher Förderer umgesetzt wird, werden Aspekte des barrierefreien Bauens aus ganzheitlicher Sicht in die Ausbildung integriert. Im Beisein von Sozialminister Dr. Heiner Garg wurde das Projekt jetzt offiziell vorgestellt.

Ostholstein – erlebbar für alle

Initialzündung war für die Berufsschullehrer Hartmuth Zittlau, Jan Bluhm und Nico Jens Wohlan der Aktionsplan „Ostholstein – erlebbar für alle!“, mit dem das Thema Inklusion im Kreis vorangebracht werden soll. Die Pädagogen haben hier eine Schwachstelle im Lehrplan ausgemacht, denn berufsübergreifendes Wissen rund um altersgerechtes Bauen und die dafür existierenden Fördermöglichkeiten wird den Lehrlingen bisher nicht vermittelt. „Wir wollen die Sensibilität für dieses Thema wecken und den Aspekt der Barrierefreiheit als wichtigen Bestandteil in die Ausbildung aufnehmen“, betont Mitinitiator Zittlau.

persönlicher Eindruck über das Älterwerden

Vor diesem Hintergrund wurde ein Klassenraum komplett als Anschauungsobjekt umgebaut. Durch praktische Anwendungsmöglichkeiten sollen die Auszubildenden und späteren Planer einen persönlichen Eindruck über das Älterwerden gewinnen. „Hier zeigen wir auch auf, wie Elektrotechnik den Menschen dabei helfen kann, im Alter solange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu können. Wir stellen die Frage: Wie können wir mit der modernen Technologie dem Menschen helfen, den Arbeitsalltag und das Leben zu erleichtern?“, sagt Zittlau.

Zusammenarbeit mit Weltkonzernen

Seit einem Jahr haben die Lehrer erfolgreich daran gearbeitet, ein Netzwerk mit Unternehmen aus der Industrie und aus der Geschäftswelt vor Ort aufzubauen. Zu den Partnern zählen Weltkonzerne wie Samsung, Bildungseinrichtungen wie die Technische Universität Hamburg, Experten von der Dekra sowie Eutiner Firmen wie die Stadtwerke oder die LMK-Einkaufswelt. Auch das Sankt Elisabeth Krankenhaus Eutin konnte für eine Zusammenarbeit begeistert werden. Kontakt zu Hartmuth Zittlau gibt es per E-Mail an zittlau@bs-eutin.de. vg

 

Foto: Minister Dr. Heiner Garg (rechts) war von der Eutiner Eigeninitiative sichtlich angetan. © Beke Zill

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