Lübeck: Mehr Drogenhandel, mehr Massenschlägereien

Die Polizei schlägt Alarm: Der Drogenhandel in Lübeck nimmt zu, neue Brennpunkte sind entstanden. Zeitgleich steigt die Zahl der Massenschlägereien. Die Ordnungsbehörden sehen in einigen Fällen Zusammenhänge.

Bereits zwölf Mal mussten die Ordnungshüter seit Anfang Mai ausrücken, um Schlägereien mit mehr als zehn Beteiligten aufzulösen. Zehn Mal in Lübeck, zwei mal in Eutin. Bei dem ersten Vorfall dieser Art wurde ein junger Mann am ZOB schwer verletzt. Es seien meistens junge Migranten aus Ländern wie Syrien, dem Irak, Afghanistan oder aus Nordafrika, die zum Teil mit großem Gewaltpotenzial aufeinander losgingen, sagt die Polizei. Die Aufklärungsquote dieser Vorfälle ist gering: „Es gibt Verständigungsschwierigkeiten, außerdem sagt keiner der Beteiligten etwas aus“, so Stefan Muhtz, Pressesprecher der Polizei Lübeck. Die Schlägereien hätten auch auf Passanten „ausgestrahlt“, so nennt es die Polizei. Außenstehende seien aber bislang nicht hineingezogen worden. Doch die Menschen, die Zeugen werden, haben Angst. Das wissen die Ermittler.

Handel mit harten Drogen in Lübeck

Weil zeitgleich der Handel mit harten Drogen in Lübeck ansteigt, vermuten die Polizei einen Zusammenhang. Gedealt wird neuerdings nicht nur an den bekannten Hotspots wie dem Krähenteich. Man registriere „aufwachsende Treffpunkte am ZOB, dem Holstentorplatz, der Moislinger Allee nahe dem Lindenplatz sowie im Bereich Kaufhof“, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch hier seien meistens junge Männer mit Flüchtlingshintergrund involviert, aber nicht nur. „Die überwiegende Zahl der Flüchtlinge, die zu uns kommen, ist friedlich“, sagt Polizeidirektor Norbert Trabs.

Die Polizei will nun Lagebilder erstellen – und hat ihre Präsenz in der Innenstadt und in St. Lorenz erhöht. Zum Einsatz kommen sollen auch Beamte in Zivil. „Der öffentliche Raum muss angstfrei genutzt werden können. Mir ist es sehr wichtig, dass wir bei diesem sensiblen Thema genau hinschauen und differenziert bewerten“, so Polizeichef Norbert Trabs. OP

 

Foto: Bei einer Messerstecherei Anfang Mai wurde ein junger Mann am ZOB schwer verletzt. © Holger Kröger

4 Kommentare zu "Lübeck: Mehr Drogenhandel, mehr Massenschlägereien"

  1. Angst | 22. Juni 2017 um 16:12 |

    Seitdem Lübeck voll ist mit diesen Menschen mit mittelalterlichem kulturellem Hintergrund und meistens ohne Bildung fühle ich mich hier nicht mehr wohl.

  2. Jens | 22. Juni 2017 um 23:09 |

    Widerlich sowas… Und unsere Kinder mittendrin… Da fehlen einem echt die Worte.
    Und Schlucken tun die auch wie Eimer, dadurch sind die unberechenbar.

  3. Johannes | 23. Juni 2017 um 12:40 |

    Wieder ein wundervoller Bericht, der aufzeigt wie gescheitert unsere aktuelle drogenpolitik ist.

  4. Michael | 15. Dezember 2017 um 16:59 |

    Sie sind brandgefährlich, diese jungen Flüchtlinge, die sich an den Hotspots rumtreiben. Kokain ist durch sie überall zu bekommen. Sie dealen, teilweise mit falschen Drogen und verlangen dann auch noch mit Waffengewalt das Geld. Jeder von diesen hat ein Messer in der Tasche. Wenn sie untereinander Probleme haben, werden die Messer gezückt und sie stechen auf sich ein. Es muß etwas passieren, weil es immer gefährlicher wird.

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