Blauröcke trainieren den Ernstfall

Beim Workshop trainierten die Blauröcke ganz unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehrgerätschaften. (hfr)

Beim „Workshop@FFS 80“ konnten sich die Scharbeutzer Feuerwehrleute ausprobieren.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Scharbeutz sind nicht nur dann zur Stelle, wenn es brennt, sondern auch, wenn es auf den Straßen kracht oder Gefahrgut gesichert werden muss. Damit sie für alle Eventualitäten gewappnet sind, trainierten sie den Ernstfall jetzt beim internen „Workshop@FFS80“.

„Zwei Tage lang wurden notwendige technische Einweisungen an Fahrzeugen und Gerätschaften durchgeführt. In verschiedenen Übungsszenarien wurde das taktische Vorgehen unter Berücksichtigung eigener Standard-Einsatz-Regeln geübt. Schwerpunkte waren das Arbeiten mit dem Teleskopmast und die Brandbekämpfung von Gasflaschen und brennenden Personen. Letzteres wurde mithilfe einer Brandsimulationsanlage durchgeführt“, berichtet der stellvertretende Ortswehrführer und Mitorganisator Malte Levgrün.

Hinzu kamen die simulierte Bergung eines in einen Graben gerutschten Autos, der richtige Umgang mit Brandmeldeanlagen, Türöffnungen und das Löschen eines in Brand geratenen Campingwagens. Dabei konnten sich die Einsatzkräfte mit allen Gerätschaften – auch denen, die selten im Einsatz- und Übungsbetrieb genutzt werden – vertraut machen.

„Das Ziel unseres Workshops ist nicht unbedingt das perfekte Arbeiten, vielmehr ist es das Ausprobieren, um Alternativen für den Einsatzfall zu haben. Die Interaktion zwischen den Einsatzkräften muss im Wesentlichen harmonisch funktionieren, um das Einsatzziel zu erreichen. Hierfür stellen wir uns breit auf. So kommt es, dass die unterschiedlichen Führungskräfte auch stets andere Startpunkte und Arbeitsweisen mitbringen. Die Standards sollen helfen, die Mannschaft eigenständiger zu machen, um der Führungskraft mehr Raum zur Taktik zu geben. Dadurch erreicht man mentale Sicherheit für alle Einsatzkräfte und die Gewissheit, dass auch nachts um halb zwei die Dinge funktionieren“, so Levgrün. Diese wertvollen Erfahrungen kann das Team mit in reale Einsätze übertragen, gerade dann, wenn es wirklich um Minuten geht. Jeder Hilfesuchende möchte, dass ihm im Notfall schnell geholfen wird.

Die Scharbeutzer Feuerwehr bedankt sich bei allen Unterstützern des Workshops. Malte Levgrün: „Uns wurden Materialien zur Durchführung der Löschübungen zur Verfügung gestellt und Brötchen und Kuchen vom örtlichen Bäcker für das gemeinsame Frühstück gestiftet. Mittags durfte sich das gesamte Team im Crêpe-Laden stärken, und viele Grundeigentümer haben ihre Grundstücke für uns zur Verfügung gestellt.“ KG

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