Belttunnel-Anhörung: Beltretter kritisieren fehlende Transparenz

Scharfe Kritik von den Beltrettern: Sie werfen den Belttunnelplanern vor, vor den Anhörungsterminen zum Belttunnel-Projekt keinen Ablauf- und Themenplan zu veröffentlichen. Das sei ein Problem denn ohne Agenda und Zeitplan könnten Betroffene nicht wissen, wann während der mehrwöchigen Anhörung die eigenen Themen behandelt werden. „Die Belttunnelplaner erwarten offenbar, dass alle diejenigen, die ein Widerspruchsschreiben geschickt haben, bei der Anhörung wochenlang ausharren, bis ihre Themen erörtert werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Am 27. Juni beginnt in der Kulturwerft Lübeck die Anhörung zum Belttunnelprojekt. Wer seine Bedenken vortragen will, müsse allerdings Geduld mitbringen. „Denn die Tunnelplaner weigern sich, im Vorfeld mit einem Zeit- und Themenplan den Ablauf der Anhörung transparent zu machen. Den Betroffenen soll eine Teilnahme offenbar erschwert werden“, so Karin Neumann, Sprecherin der Beltretter.

„Unsere Region ist eines der wichtigsten Tourismusgebiete Deutschlands. Ein großer Teil der Menschen hier lebt direkt oder indirekt vom Tourismus. Es ist ein Unding, den vom Tourismus lebenden und zugleich vom Belttunnel bedrohten Menschen zuzumuten, sich spät abends nach getaner Arbeit auf die Anhörung vorzubereiten und dann die Gäste zu vernachlässigen, um bei den Erörterungsterminen im fernen Lübeck teilnehmen zu können. Wir fordern die Verantwortlichen auf, zumindest einen Ablaufplan zu veröffentlichen. Das wäre das Mindeste.“ Bereits einen Tag zuvor findet eine nicht öffentliche Anhörung zu den Einwendungen in den Media Docks in Lübeck statt. Die Stadt Bad Schwartau wird dabei durch die Rechtsanwältin Dr. Michel John vertreten. Zusätzlich nimmt eventuell Bürgermeister Uwe Brinkmann daran teil. Die Bad Schwartauer „Kreuz-Ritterin“ Meike Vogel wird auf jeden Fall dabei sein.

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