Stolzenberg startet Unterschriftensammlung

Detlev Stolzenberg startete mit Unterschriften-Sammlung in Travemünde. (HN)

„Das sind doch nur Blöcke, das ist doch nichts Schönes“, schimpft eine Travemünderin am Wahlkampf- Stand von Detlev Stolzenberg und nimmt einen Flyer mit. Es geht, um das touristische Großprojekt Priwall Waterfront, dessen Großbaustelle im Bereich des Passathafens nicht zu übersehen ist. Stolzenberg kandidiert für die Bürgermeister-Wahl am 5. November.

Und weil er keine Partei im Hintergrund hat, muss er Unterschriften sammeln.

245 gültige Unterstützer-Unterschriften braucht er, um sicher zu gehen, hat er sich 300 als Ziel gesetzt. Den Auftakt machte er am Montag mit einem Stand am Travemünder Wochenmarkt. Nach einer Stunde hatte er schon 30 Unterschriften beisammen. Stolzenberg ist der Meinung, dass man solche Projekte wie Waterfront behutsamer entwickeln müsse. Es habe viele Einwendungen gegeben, aber er habe den Eindruck gehabt, dass die Mitwirkung der Menschen gar nicht gewollt gewesen sei. Auch die Kosten der Priwall-Promenade, von ursprünglich veranschlagten 6,7 Millionen im Jahr 2015 auf jetzt 9,2 Millionen gestiegen, kritisiert er.

Außerdem hätte Stolzenberg gern den Bauherren in die Pflicht genommen: „Das Kernproblem bei der Promenade ist eigentlich, dass Herr Hollesen sich mit keinem Euro beteiligt“, sagt er. Bei Straßenbauarbeiten müssten die Anwohner Beiträge zahlen. „Das gilt für Sven Hollesen nicht.“ Dabei handele es sich bei der Promenade doch um die Freiflächen vor der Haustür seiner Appartements. Dass der Unternehmer nichts dazubezahlen müsse sei „ein schlechtes Signal“.

Detlev Stolzenberg tritt bei der Bürgermeister-Wahl voraussichtlich gegen Jan Lindenau (SPD) und Kathrin Weiher (parteilos) an. Er will noch am am Montag, 29. Mai, ab 11 Uhr am Wochenmarkt in Travemünde um Unterschriften für seine Kandidatur werben. HN

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