Meisterwerke aus Marmor und Bronze

Zwei Kinder von Pierre Schumann sind bei der Ausstellungseröffnung mit dabei: Elisabeth Schumann spricht ein Grußwort, Musikschuldozent Andreas Schumann begleitet die Vernissage auf der Gitarre. (Graap)

Ostholstein-Museum eröffnet Sonntag Pierre-Schumann-Ausstellung.

In diesem Jahr wäre der bekannte Bildhauer Pierre Schumann, der viele Jahre in der Nähe von Eutin lebte und arbeitete, 100 Jahre alt geworden. Für das Ostholstein-Museum ist dies der Anlass, ihm und seinem facettenreichen Werk eine Ausstellung zu widmen. Zahlreiche klein- und mittelformatige Arbeiten aus den Jahren 1935 bis 2002 sollen zeigen, wie meisterhaft der 2011 verstorbene Künstler in der figürlichen und abstrakten Formgebung mit Marmor und Bronze umging.

Pierre Schumann  gehörte zu den bedeutenden Künstlern seiner Zeit und unterhielt ab 1976 viele Jahrzehnte lang sein Atelier in Sagau. 1917 in Heide geboren, arbeitete er zuerst als Steinmetz. Nach dem Zweiten Weltkrieg absolvierte er ab 1947 eine fundierte Ausbildung an den Hochschulen für Bildende Künste in Hamburg bei Edwin Scharff und in Stuttgart bei Otto Baum. Anschließend lebte er viele Jahre in Itzehoe und Hamburg, hielt sich regelmäßig aber auch in Paris und Italien auf, um dort zu arbeiten.

„Pierre Schumanns Werk ist vor allem durch die Themenkomplexe Mutter und Kind, Frauenfigurationen, herbe Natur und Tiere geprägt, die sowohl in Bronze als auch vor allem in dem markanten Carrara-Marmor ihren Ausdruck fanden“, erläutert Museumsleiterin Dr. Julia Hümme und betont: „Bis heute faszinieren seine Skulpturen den Betrachter in ihrer Formensprache und künstlerischen Verarbeitung.“ Schumanns Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland – so auch im öffentlichen Raum in Ostholstein von Fehmarn bis Bad Schwartau. In zwei Ausstellungen konnte das Museum bereits 1990 und 2002 das umfangreiche, vielseitige Werk des Bildhauers einem breiten Publikum zeigen.

»Die Sonderausstellung wird am Sonntag, 28. Mai, um 11.30 Uhr im Beisein von Tochter Elisabeth Schumann eröffnet. Die Schau ist bis zum 3. September im Ostholstein-Museum am Schlosplatz 1 zu sehen.

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