Ein Plan für Bad Schwartaus Verkehrsprojekte

Im Verkehrsentwicklungsplan (VEP) steckt die Arbeit von drei Jahren. Jetzt wurden die Ergebnisse im Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Verkehr und Umweltschutz vorgestellt.

Wie soll der Verkehr in Bad Schwartau zukünftig geführt und plant werden? Wie mobil sind die Bad Schwartauer? Was lässt sich umsetzen? Der VEP beinhaltet dafür ein Gesamtverkehrskonzept bis ins Jahr 2030.

Um mehr über die Mobilität der Bad Schwartauer zu erfahren, wurden umfangreiche Erhebungen vorgenommen. „Die Bad Schwartauer sind sehr mobil“, so Urbanus-Geschäftsführer Stefan Luft, der bei der Erstellung des VEP federführend war. Der Bad Schwartauer legt im Durchschnitt vier Wege am Tag zurück. 80 Prozent der Haushalte verfügen über mindestens ein Fahrzeug.

Laut VEP gibt es in Bad Schwartau genügend Parkplätze. Die Empfehlung lautet daher, nicht noch weitere Parkflächen zu schaffen, ihre Zahl aber auch nicht zu reduzieren. Luft empfiehlt, das Parkleitsystem in Bad Schwartau zu verbessern.

Ein großes Thema des Maßnahmenplans ist die Optimierung des Radverkehrs. Ein Schwerpunkt und damit Leuchtturmprojekt ist die Ludwig-Jahn-Straße als Ost- West-Achse in der Stadt, die damit auch als Schulweg optimiert werden woll. Das Problem an anderen Orten sind Straßen, die für die Einrichtung von Radwegen zu schmal sind.

Im VEP wurden die Vorhaben mit unterschiedlichen Prioritäten versehen. Die Ausschussmitglieder sprachen sich dafür aus, die Kreuzung Hindenburgstraße/ Hauptstraße/ Ahornstraße und Gartenstraße früher in Angriff zu nehmen, als im VEP vorgesehen. Dort kommt es immer wieder zu Unfällen. Das sei ein gravierender Punkt, der in der Prioritätenliste nach vorn gesetzt werden müsse, so Norbert Leihe (CDU). „Wir haben 20 Jahre vergeblich auf einen Kreisel gewartet“, so Hans Tylinski (SPD). Im VEP wird als Lösung vorgeschlagen, Hindenburgstraße und Ahornstraße im 90-Grad-Winkel an die Hauptstraße anzuordnen.

Alle Fraktionen sparten nicht an Lob für die Arbeit am VEP. Der Dank gelte allen daran Beteiligten, sagte die Ausschussvorsitzende Gudrun Berger (Bündnis 90/ Die Grünen). Die Erstellung des VEP wurde durch einen Arbeitskreis mit Vertretern unter anderem aus Stadt und Politik und von der Polizei konstruktiv begleitet. ES

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