Zusätzlicher Fokus auf Kulturpolitik

Ist seit 1. April Studienleiter in Malente: Kilian Lembke. (Graap)

Kilian Lembke ist neuer Studienleiter der Gustav-Heinemann-Bildungsstätte in Malente.

Seit dem 1. April hat die Gustav-Heinemann-Bildungsstätte in Malente einen neuen Studienleiter: Der Kieler Politikwissenschaftler Kilian Lembke hat die Nachfolge von Dr. Hauke Petersen angetreten, der künftig als stellvertretender Sprecher der Landeszentrale für politische Bildung fungiert. „Ich bin gut aufgenommen worden, im Haus ist eine großartige Atmosphäre“, freut sich der 36-jährige über seine ersten Arbeitswochen in Malente.

Bisher war Lembke als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialwissenschaften der Uni Kiel tätig und hat seine befristete Stelle gerne gegen die auf Langfristigkeit ausgelegte Leitungsposition in Malente eingetauscht. Lembke ist der fünfte Studienleiter in der 50-jährigen Geschichte der Bildungseinrichtung. Promoviert hat Lembke im vergangenen Jahr über „Strukturen, Prozesse, Netzwerke kommunaler Kulturpolitik“ – ein Thema, das in der außerschulischen Bildung wenig vorkommt und das er im kommenden Jahr mit ins Programm der Gustav-Heinemann-Bildungsstätte einbauen möchte.

„Ich werde natürlich auch künftig auf ein ausgewogenes politisches Bildungsprogramm, das am Puls der Zeit ist, achten, in dem auch Angebote wie Schreib- und Malwerkstätten ihren Platz haben“, betont Lembke. Schwerpunkte für 2018 stehen schon fest: Neben der Europapolitik sind es zum Beispiel die drei Jubiläen „100 Jahre November-Revolution“, „200 Jahre Karl Marx“ sowie der 50. Geburtstag der Gustav-Heinemann-Bildungsstätte, der im kommenden Mai/Juni groß und öffentlich gefeiert werden soll. Ihm persönlich liegen außerdem die Themen „Digitalisierung und Medienwandel“ sowie „Gleichstellung von Minderheiten und pluralistischen Lebensmodellen“ am Herzen.

Eine Herausforderung sieht Lembke darin, verstärkt unter 30-Jährige für das Seminarangebot, das überwiegend aus Bildungsurlauben besteht, zu begeistern. „Wir müssen junge Menschen ansprechen, sonst wird die Zahl unserer Teilnehmer irgendwann sinken.“ Dennoch freut er sich, dass Rentner nicht nur auf Kaffeefahrt gehen, sondern auch gerne ihren Wissensdurst in Seminaren stillen, die ältere Generation also vermehrt zur Auslastung der Kurse beiträgt. Immerhin ist die Lage des Hauses direkt am Kellersee ein Pfund, mit dem man wuchern kann. „Die Aufenthaltsqualität sorgt für bessere Lernerfolge. Wir haben eigene Gastronomie und Betten, sodass hier auch ein Gemeinschaftsgefühl entsteht und die Gäste gerne wiederkommen“, so Lembke.»Mehr Infos über die Einrichtung, die auch bundesweit gebucht wird, gibt es unter www. heinemann-bildungsstaette.de.

vg
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