Filmemacher setzt Lübecks Kirchtürme in Szene

Hanno Mertin hat einen Kurzfilm über Lübecks sieben Kirchtürme gedreht. (Ines Langhorst/ Kk Ll)

Hanno Mertin engagiert sich ehrenamtlich mit einem Kurzfilm für die Kampagne „Sieben Türme will ich sehen“.

Mit Kirche hatte er wenig am Hut. Aber für die „Sieben Türme“ engagiert er sich ehrenamtlich. Hanno Mertin (20) hat einen Kurzfilm für die Kampagne „Sieben Türme will ich sehen“ gedreht. Er ist ab sofort auf www.sieben-tuerme-luebeck.de zu sehen.

Vor etwa einem Jahr hat das Telefon bei Christian Hohmann, Sieben-Türme-Fundraiser im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, geklingelt. Hanno Mertin hatte eine Idee: Mit einem Film die Schönheit der Sieben Türme zu zeigen und gleichzeitig die Bedeutung der Lübecker Innenstadtkirchen herauszustellen. „Die Kirchen sind die Wahrzeichen Lübecks“, sagt Mertin.

Herausgekommen ist ein rund vier Minuten langer Film, der nicht nur die Kirchtürme aus den unterschiedlichsten Perspektiven in Szene setzt. Der Film ist vor allem eins: sympathisch. Denn Hanno Mertin hat auch die Lübecker selbst zu Wort kommen lassen. Das Fazit: Lübeck ohne die sieben Türme der großen Innenstadtkirchen ist heute undenkbar.

Genau da setzt „Sieben Türme will ich sehen an“, die Kirchtürme müssen saniert werden. Aktuell baut der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg an St. Petri – bis Ende 2017 wird der Turm saniert. Etwa 2,8 Millionen Euro wird das gesamte Projekt kosten. Knapp zwei Millionen Euro sind dank der großen Spendenbereitschaft von Stiftungen, Unternehmen und vieler Einzelpersonen zusammengekommen. Immer wieder gibt es Menschen, die mit ihren kreativen Ideen die Kampagne unterstützen. So wie Hanno Mertin.

Filmtechnisch hat er sich ausprobiert. „Ich habe eine neue Kamera benutzt.“ Für das Sieben-Türme-Filmprojekt hat er außerdem einen Kontakt zum Drohnenfilmer Peer Christesen gemacht. „Die Aufnahmen aus der Luft sind richtig gut geworden. Damit werden die Dimensionen der Kirchen in der Stadt erst sichtbar“, so Mertin. Nun bereitet Hanno Mertin seine Bewerbungen an den Filmschulen in ganz Deutschland vor. Aus seiner Leidenschaft will Hanno Mertin seinen Beruf machen. Wenn alles glatt geht, startet er im Herbst mit einem Studium oder einer Ausbildung im Bereich Mediengestaltung.

Schon als kleiner Junge hat Hanno Mertin dem Vater die VHS-Kamera stibitzt und alles gefilmt, was ihm vor die Linse kam. Schnell hat er sich kleine Geschichten überlegt, die Kumpels kurzerhand zu Schauspielern erklärt und begonnen, Filme zu drehen.

Nach dem Abitur an der Thomas-Mann-Schule hat er als Darsteller bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg angeheuert. Nach einem Auslandsaufenthalt war er als Regieassistent und Praktikant beim Theater Lübeck. Mittlerweile hat bereits mehrere Imagefilme für Unternehmen produziert.

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