Naturerlebnisse im „Dannewald“

Katrin Seehase und Rolf Seehase-Dannemann mit den Huzulen-Ponys „San Leon“ und „Santa“. (Fotos: Es)

Die Familie Seehase-Dannewald hat ein pädagogisches Konzept für Kinder ausgearbeitet.

Als Rolf Seehase-Dannemann und seine Frau Katrin Seehase vor gut zehn Jahren eine Koppel für ihre Pferde suchten und fanden, nahmen sie sich auch des Waldes drumherum an. Viele Kinder kennen das Areal am Horsdorfer Totenweg bereits als „Dannewald“, weil Rolf Seehase-Dannemann, bis vor kurzem stellvertretender Rektor der Grundschule Cleverbrück, es Schulklassen und Kindergartengruppen dort ermöglichte, Natur hautnah zu erleben. Jetzt ist er im Bildungsministerium tätig. Doch er und seine Frau wollen, dass der „Dannewald“ nun ganz offiziell zu einem Naturerlebnisraum mit pädagogischem Konzept für die Jüngsten wird.

„Wir möchten Kindern die Natur näherbringen“, sagen Katrin Seehase und Rolf Seehase-Dannemann. Deshalb haben sie ihr Angebot an Kinder (von vier bis etwa 14 Jahre), Erzieher und Eltern ausgebaut und konkretisiert. Ihr „Dannewald“ soll Mädchen und Jungen die Gelegenheit geben, im Wald eine neue Bewegungs-, Erlebnis- und Wahrnehmungswelt kennenzulernen. Kinder sollen so für die Natur sensibilisiert werden. Die Familie bekam immer wieder Anfragen, ob die Kinder nicht einen ganzen Tag im Wald verbringen oder auch in ihm übernachten könnten. Das wollen die Seehase-Dannemanns nun möglich machen, wenn ihnen die Politik dafür grünes Licht gibt.

„Wir müssen dafür für ein klein wenig Luxus sorgen“, sagt Rolf Seehase-Dannemann und meint damit zum Beispiel sanitäre Anlagen, Strom (etwa zum gemeinsamen Kochen) und Wasser. „Die Gruppen möchten einen gewissen Standard, und wir möchten ja schließlich auch diejenigen gewinnen, die mit Natur bisher nicht viel am Hut haben.“ Als das Ehepaar seine Idee erstmals öffentlich vortrug, hatte es den Eindruck, offene Türen einzulaufen. „Es liegt viel mehr Menschen daran, als wir dachten.“

Die Stadt will für den entsprechenden Rahmen sorgen, damit die Seehase-Dannemanns im Sommer loslegen können. „Wir wollen den planungsrechtlichen Rahmen schaffen“, sagte Bauamtsleiter Thomas Sablowski bei einem Ortstermin. Die Eheleute, die das Waldstück schon bisher von der Stadt gepachtet haben, erhalten nun einen entsprechend erweiterten Vertrag. Detailfragen werden nun konkret – zum Beispiel, wie Wasser auf das Areal kommt oder welche Übernachtungsmöglichkeiten – etwa rückbaubare mobile Container, die durch Schraubelemente im Waldboden installiert werden – sich am naturverträglichsten in das Areal einfügen. Fest steht, dass kein Baum für den Bau gerodet werden soll.

Die Mitglieder des Bauausschusses begrüßen das pädagogische Konzept einhellig, betonte der Vorsitzende Andreas Marks (WBS), „und wir werden das planungsrechtlich auch hinbekommen“, gab er sich zuversichtlich. ES

Kontakt
Weitere Informationen erteilen Katrin Seehase und Rolf Seehase-Dannemann per E-Mail an: dannewald- schwartau@web.de und Telefon 0151/ 22869694.
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