Möbel für den Herrengartenpark

Fraktionsübergreifendes Probesitzen mit Ausschussvorsitzendem Jens Andermann (SPD) und Manfred Beckmann (CDU, rechts): Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Bauen, Planung und öffentliche Sicherheit begutachteten Sitzbänke, Lampen und die „Stockelsdorfer Kastanien“. (HÖ)

Vor der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bauen, Planung und öffentliche Sicherheit konnten die Mitglieder Sitzbänke und Leuchten vor Ort anschauen und testen.

Es war der Wunsch der Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Bauen, Planung und öffentliche Sicherheit (UBPöS), verschiedene Beispiele für Sitzbänke, Lampen und Pergolen zu begutachten, die künftig den umgestalteten Herrengartenpark beleben sollen.

Aus diesem Anlass trafen sich die Ausschussmitglieder vor der Sitzung und saßen auf den vom Bauhof unter Federführung von Hans-Joachim Maiwald aufgestellten Bänken zur Probe. Das Modell Petuelpark von der Firma Roth wurde von den Ausschussmitgliedern bei einer Enthaltung bevorzugt. Es wird als Stahl-Holzkonstruktion gefertigt und ist sowohl als Lehnenbank mit hoher Lehne als auch als Hockerbank und in geschwungener Ausführung herstellbar. Es habe eine elegante Formensprache und das Holz weise eine lange Haltbarkeit unter anderem durch die Stahlkonstruktion auf, so Landschaftsarchitekt Gunnar ter Balk.

Eine Premiere erlebten die „Stockelsdorfer Kastanien“. Zum ersten Mal wurde bei der Bemusterung ein Modell dieses Klettergeräts für Kinder gezeigt. Das Spielgerät, das am Herrenhaus seinen Platz finden soll, ist eine gemeinschaftliche Entwicklung des Landschaftsarchitekten zusammen mit dem Spielgerätehersteller „Zimmer Obst“. Es handelt sich um drei Kastanien aus glasfaserverstärktem Kunststoff, die wie mit Streichhölzern versehen sind und beklettert werden können und eine Rutsche haben.

„Das ist eine Innovation“, erklärte ter Balk. „Sie ist einmalig und unverwechselbar, wie eine Skulptur.“ Nicht unerheblich deshalb, weil dadurch Fördermittel der EU über die AktivRegion Innere Lübecker Bucht in Anspruch genommen werden können, wie Bauamtsleiter Dieter Rodewald in der anschließenden Ausschusssitzung erklärte. Das Spielgerät wurde einstimmig gebilligt.

Bei den Lampen, die die Wege im Herrengartenpark zukünftig in das richtige Licht tauchen sollen, gab es unterschiedliche Meinungen. Alle sind sehr ähnlich in der Ausleuchtung. Sie werden auf anthrazitfarbenen Masten in geringerer Höhe montiert und mit LED-Technik ausgestattet. „Unser Favorit ist die Lampe des Herstellers Hillux und sie ist gleichzeitig auch die Günstigste“, so ter Balk.

Gegen die Stimmen der Grünen entschied sich der Ausschuss schließlich für diese Leuchte.

Schließlich stand noch die Pergola für den Rosengarten zur Entscheidung an. Eine Bemusterung war hier nicht möglich. Ter Balk empfahl hier eine Kombination aus Holz auf eine Stahlkonstruktion. Sie sei haltbarere als eine reine Holzkonstruktion und verbinde sehr gute technische Eigenschaften mit hoher Gestaltungsqualität. Die Entscheidung fiel dann auch mit einer Gegenstimme der UWG auf diese Variante.

Zufrieden zeigte sich Johannes R. Krämer von der Bürgerinitiative Herrengartenpark mit der getroffenen Auswahl. „Schade, dass die Bürger nicht so viel Gelegenheit hatten, sich selbst ein Bild davon zu machen“, erklärte er. Auf Nachfrage erklärte Maiwald, dass die Muster schnellstmöglich abgebaut würden, damit sie nicht Vandalismus zum Opfer fallen. HÖ

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