Unterstützung für Auszubildende

Unterzeichner der Kooperationsvereinbarung der Initiative VerA des Senior Experten Service (SES) und den landesregionalen Unternehmensverbänden und beruflichen Schulen aus dem Kammerbezirk Lübeck.

Ehrenamtliche Experten stehen mit Rat und Tat zur Seite, um Abbrecherquoten zu senken.

„Fachkräfte von morgen werden nicht geboren, sie werden ausgebildet“, heißt es in einem Zitat von Fabian Eicken. Oft verläuft eine Ausbildung jedoch nicht so rund und entspannt wie anfangs erhofft: Denn die Herausforderungen, denen Auszubildende ausgesetzt sein können, sind vielfältig. Angefangen bei fachlichen Herausforderungen in der Berufsschule über betriebliche Schwierigkeiten wie Differenzen mit dem Ausbilder oder Mobbing durch Kollegen, über problembehaftete Elternhäuser, können auch persönliche Schwierigkeiten den Abschluss einer Ausbildung gefährden.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass deutschlandweit jede vierte Lehre vorzeitig beendet wird. „In bestimmten Berufsbildern liegen die Abbrecherquoten sogar weitaus höher“, berichtet Diplom-Kaufmann Bernd Moser. Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde die ehrenamtliche Initiative „VerA“ über den Senior Experten Service (SES) ins Leben gerufen. „Das Hauptziel der Lübecker Initiative besteht in der Begleitung, Unterstützung und Beratung des Auszubildenden auf seinem Weg zu einem erfolgreichen und persönlichen Berufsbildungsabschluss“, heißt es in einer Kooperationsvereinbarung, die zwischen der Initiative VerA und landesregionalen Unternehmensverbänden sowie den beruflichen Schulen aus dem Kammerbezirk Lübeck geschlossen wurde. Umgesetzt werden soll dies durch Eins-zu-eins-Betreuungen, sogenannte Tandems: Dabei wird Auszubildenden, die Probleme haben, oder solchen, die Schwierigkeiten haben, einen Ausbildungsplatz zu finden, ein ehrenamtlicher Senior-Experte zur Seite gestellt. Dabei geht es um mehr als nur Hilfe bei schulischen Problemen: „Wir sind keine Nachhilfelehrer“, betont Peter Stein, Diplom-Volkswirt. Es werde Hilfe zur Selbsthilfe gegeben und Unterstützung in all jenen Bereichen geleistet, in denen Probleme auftreten, so der Ausbildungsbegleiter bei VerA weiter.

Wichtig sei zu wissen, dass Vereinbarungen bezüglich der Betreuungen individuell getroffen werden, betont der Diplom-Betriebswirt und Regionalkoordinator der Initiative VerA, Henning Henschel. „Jedes Tandem trifft zu Beginn eine Zielvereinbarung; die maximale Betreuungszeit liegt bei drei Jahren“, so Henschel weiter.

VerA wird getragen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und ist für die Hilfesuchenden, Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe kostenlos. Unterstützung durch VerA kann jeder Auszubildende erhalten: unabhängig von Beruf, Alter, Herkunft oder Schulbildung.

Wer Hilfe benötigt oder als Senior-Experte ehrenamtlich junge Auszubildende begleiten möchte, bekommt weitere Informationen auf www.vera.ses-bonn.de oder per E-Mail an luebeck@vera.ses-bonn.de.

NA

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