Schule erhält neun Millionen Euro

Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe freute sich über den Förderungsbescheid, den Bildungsministerin Britta Ernst der GGS St. Jürgen überreichte. (afu)

Ministerin übergibt Förderungsbescheid für die Grund- und Gemeinschaftsschule St. Jürgen.

Auf diesen Tag haben die Verantwortlichen lange hingearbeitet. Vergangene Woche übergab Bildungsministerin Britta Ernst der Grund- und Gemeinschaftsschule St. Jürgen (GGS St. Jürgen) einen Förderbescheid über neun Millionen Euro für die energetische Sanierung. „Ich freue mich, dass diese erfolgreiche Schule mit dieser notwendigen Investition zu einer noch besseren Lernumgebung werden kann“, sagte die SPD-Politikerin. Für sie ist dieser Förderungsbescheid ein Novum: „So eine große Summe habe ich bisher noch nicht an eine einzelne Schule übergeben können.“

Hintergrund für die Förderung ist die Entscheidung der Landesregierung, die rund 100 Millionen Euro, die der Bund im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes für die Jahre 2015 bis 2021 zur Verfügung stellt, ausschließlich in die Bildungsinfrastruktur zu stecken. 77 Millionen Euro davon fließen in die energetische Sanierung der Schulen.

Die GGS St. Jürgen ist mit knapp 1050 Schülern und 85 Lehrern eine der größten allgemeinbildenden Schulen der Stadt. Bisher müssen Schüler und Lehrer zwischen zwei Standorten pendeln, die rund 500 Meter auseinanderliegen. Bis Ende 2020 entsteht am Stammsitz im Mönkhofer Weg ein neues Gebäude, der den Komplex in der Kalkbrennerstraße ersetzt. Nur die dort vor wenigen Jahren gebaute Turnhalle wird weiterhin benutzt. „Die bauliche Neustrukturierung ist für uns eine große Chance, viele organisatorische und pädagogische Probleme zu lösen“, freut sich Schulleiter Stefan Pabst. Insgesamt werden die Baumaßnahmen rund 13,7 Millionen Euro verschlingen. Bürgermeister Bernd Saxe zeigte sich angesichts chronisch leerer Kassen zufrieden, dass die Hansestadt dank der Bundesmittel selbst „nur“ etwa 4,7 Millionen Euro beisteuern muss.

Für das zuständige städtische Gebäudemanagement (GMHL) beginnt nun die konkrete Planungsphase. „Die eigentlichen Baumaßnahmen starten im nächsten Jahr“, so GMHL-Chef Dennis Bunk. Trotz der geplanten dreijährigen Bauzeit sollen sich die Beeinträchtigungen für Schüler und Lehrer im Rahmen halten. „Einschränkungen wird es natürlich auf dem Schulhof geben, weil der zum Teil Baufläche sein wird. Die Gebäude selbst sind normal nutzbar“, sagte Stefan Pabst.

Die Grund- und Gemeinschaftsschule St. Jürgen ist 2009 im Zuge der Neugliederung der Schullandschaft in Lübeck durch eine Fusion der Klosterhof-Schule (Grund- und Hauptschule) und der St.-Jürgen-Realschule entstanden. Die 1931 als Volksschule eingeweihte Klosterhof-Schule liegt am Mönkhofer Weg. Der Altbau steht unter Denkmalschutz. Die 1951 gegründete St.-Jürgen-Realschule bezog 1963 den damaligen Neubau in der Kalkbrennerstraße. afu

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