Im Küchengarten bleibt’s lebendig

Hinter der Klimamauer haben ein halbes Dutzend Initiativen und Vereine die Regie bei der Bewirtschaftung der zwölf Parzellen übernommen.

Nachhaltiges Konzept sichert die Bewirtschaftung des historischen Areals im Schlossgarten.

Die Zeit der Vorhängeschlösser an den Toren ist vorbei: Seit Gründonnerstag ist der revitalisierte Küchengarten in Eutin wieder für alle Besucher geöffnet. Das rund 1,8 Hektar große Areal im Herzen des Schlossgartens war eines der Highlights während der Landesgartenschau (LGS) im vergangenen Jahr. Nach dem teilweisen Rückbau der Fläche haben sich verschiedene Akteure gefunden, die das Naturerlebnis im Küchengarten am Leben erhalten.

Zur Wiedereröffnung hatten Brigitta Herrmann, Geschäftsführerin der Stiftung Schloss Eutin, und LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt alle Ehrenamtler eingeladen, die sich künftig um die Bewirtschaftung des Küchengartens kümmern wollen. „Wir müssen natürlich die Erwartungen dämpfen: Wir tun das Beste, was wir können, aber so schön wie zur Gartenschau kann es nicht werden“, sagte Brigitta Herrmann.

Die Verantwortung für das Areal ist zurück in die Hände der Schloss-Stiftung gefallen. Und die freut sich über das Engagement von sechs Kooperationspartnern, die sich um die zwölf Parzellen kümmern:

Es sind der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN), die Gartenfreunde Schleswig-Holstein, der Hildegard-von-Bingen-Kreis, die Arbeitsgruppe Heil- und Giftpflanzengarten, der Liensfelder Landwirt Jan-Henning Wülfken, der Spargel anbaut, sowie die Sparkassen-Stiftung Ostholstein, die einen Teil des Gartens unter dem Motto „Säen, pflegen, ernten“ als außerschulischen Lernort nutzen will. In einer weiteren Ecke der Fläche hat außerdem Imker Oliver Morris seine Bienenvölker aufgestellt.

Der Küchengarten ist übrigens in zwei Bereiche geteilt, die durch die sogenannte Klimamauer getrennt werden. Das Areal zwischen Mauer und Orangerie ist nach der LGS leer geräumt worden. Hier wird nach historischem Vorbild nur Rasen wachsen. Gedacht ist die Fläche für verschiedene Veranstaltungen. Im „klimatisierten“ Bereich hinter der Mauer soll es dagegen grünen und blühen. „Das ist ein tolles Konzept: Hier ein Bereich zum Genießen, dort – wenn man durch die Klimamauer trifft – ein geschützter Bereich für die Pflanzen“, sagt Stephanie Bolz, die während der LGS für den Küchengarten verantwortlich zeichnete und nun als Mitarbeiterin der Stadt Eutin das Projekt fortführt. Ein nachhaltiges Projekt. Übrigens können sich alle an der ehrenamtlichen Mitarbeit im Küchengarten interessierten Bürger bei der Schloss-Stiftung per E-Mail an info@schloss-eutin.de melden. »Der Küchengarten ist – wie der gesamte Eutiner Schlosspark – zwischen 6 und 22 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet.

vg
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