Projekt „Priwall Waterfront“ feiert Richtfest

Wie groß die Anlage auf dem Priwall wird, lässt sich erahnen, seit die Erdarbeiten abgeschlossen sind und die Häuser in die Höhe wachsen. (Fotos: Hn)

Investition beläuft sich auf 152 Millionen Euro – 2019 soll alles fertig sein.

Ein zweitägiges Richtfest erlebte die Großbaustelle der Ferienanlage „Priwall Waterfront“: am Freitag für geladene Gäste, am Sonnabend für die Nachbarn. Im Mittelpunkt: Bauherr Sven Hollesen, der sich seinen dänischen Akzent auch nach vielen Jahren in Deutschland noch ein wenig erhalten hat. „Es wird ein total cooler Ort, Travemünde“, versprach der Gastgeber, der mit den Feriendörfern nach skandinavischem Vorbild und den mehrstöckigen Waterfront-Neubauten Travemündes Bettenkapazitäten weit nach vorn bringen will. Wenn auch noch das Hotel auf der Kohlenhof-Spitze gebaut sei, „dann knacken wir auch die 500000 Übernachtungen, nur auf der Priwall-Seite“, versprach Hollesen.

Die ersten 22 Ferienwohnungen sollen schon im Juli Urlauber aufnehmen. Da ist natürlich noch längst nicht alles fertig. Sven Hollesen sprach denn auch scherzhaft von „Baustellentouristen“.

Das Projekt, dessen Größe man beim Anblick der Baustelle spätestens jetzt erahnt, soll einmal 475 Ferienwohnungen umfassen. Dazu Indoor-Spielplatz, Beachclub, 20 Shops und gleich drei Adventuregolf-Bahnen. Die beliebte Ostsee-Station soll mit ihren Aquarien auf 507 Quadratmetern einziehen. 152 Millionen Euro werden auf dem Priwall verbaut, den Promenaden-Neubau nicht mitgerechnet.

„Wir glauben fest, dass wir in 2019 alles fertig haben“, sagte Hollesen bei seiner Ansprache.

Möglich machte das alles ein Versäumnis, nämlich dass Travemünde „touristisch eingeschlafen“ war, wie der Bauherr es ausdrückte. Wo jetzt die Feriendörfer stehen, gab es früher Campingplätze und eine Jugendherberge. Wo jetzt die Waterfront gebaut wird, standen die alten Passathallen. „Ich hab mich gefreut, dass die Politik touristisch eingeschlafen war, weil sonst wäre ja kein Platz für mich frei gewesen“, sagte Sven Hollesen.

Die neuen Priwall-Gäste sollen aus 15 bis 20 verschiedenen Nationen kommen. Doch damit nicht genug: Man wolle auch einen „Magnet für Tagesgäste aufbauen“, versprach Sven Hollesen.

Hamburger sollen beim Promenaden-Rundgang ihr Geld ausgeben, damit es allen, die in Travemünder Läden und Gastronomie arbeiten, gut geht. Daran glauben offenbar auch viele Einheimische, denn laut Bauherr wird jede fünfte Wohnung an einen Travemünder oder Lübecker Kapitalanleger verkauft. HN

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