UKSH: Mehr Sicherheit für Landeplatz

Das UKSH testet seine neue Schaumlöschanlage für Rettungshubschrauber. (Fotos: Kröger)

Schaumlöschanlage wurde erfolgreich getestet – Gesamtkosten liegen bei 350 000 Euro.

Rettungshubschrauber sollen Leben retten. Im oft hektischen Betrieb der Notaufnahme der Krankenhäuser können aber auch die Retter leicht in Gefahr kommen: Kerosin, Hydrauliköl oder heiße Turbinen an Hubschraubern bilden ein Gefahrenpotenzial, Brände breiten sich hier blitzschnell aus.

Um im Ernstfall einen Brand schnell löschen zu können, hat das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Lübeck seinen Hubschrauberlandeplatz massiv aufgerüstet. „Durch neue Bundes- und EU-Richtlinien hatten wir hier Aktualisierungsbedarf“, sagte UKSH-Pressesprecher Oliver Grieve.

Für insgesamt 350 000 Euro wurden unter anderem eine neue Beleuchtung, neue Anflugmarkierungen sowie eine Schaumlöschanlage installiert. „Diese Anlage hat allein 120 000 Euro gekostet und wurde am Mittwoch erfolgreich getestet“, so Oliver Grieve weiter.

Die Schaumkanonen, sogenannte Monitore, löschen effizient, weil sie auch brennende Flüssigkeiten luftdicht und kühlend bedecken können. Der Schaum tritt unter hohem Druck aus der Kanone des Monitors aus, um so große Wurfweiten zu erreichen. Als Löschschaum wird ein Gemisch aus Wasser, Feuerlöschschaummittel und Luft verwendet.

Bedient werden kann die Anlage von einer einzelnen Person, die bei Starts und Landungen sowieso vor Ort sein muss. Für den Fall der Fälle steht beim Universitätsklinikum Lübeck auch noch die Betriebsfeuerwehr bereit.

Geliefert wurde die Schaumlöschanlage für das UKSH von der Firma Minimax GmbH & Co. KG, die an ihrem Hauptsitz in Bad Oldesloe auch ein Brandforschungszentrum betreibt. afu

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