Richtfest für das Bettenhaus

Mehr Platz und bessere Behandlungsmöglichkeiten für 60 Patienten: Das Zentrum für Integrative Psychiatrie hat das Richtfest für sein neues Bettenhaus auf dem UKSH in Lübeck gefeiert. (SDF)

Das Zentrum für Integrative Psychiatrie am UKSH schafft mehr Platz für Patienten und moderne Behandlungsmethoden.

Polier Edmund Reddig durfte am Donnerstag das tun, was sonst niemanden auf dem Gelände des UKSH erlaubt ist: einen ordentlichen Schluck Schnaps trinken. Denn er hatte eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Das neue Bettenhaus des Zentrums für Integrative Psychiatrie (ZIP) feierte Richtfest.

Reddig und seine Kollegen von Projektbau Depenbrock haben den zweistöckigen Rohbau nahe des aktuellen Haupteingangs des Klinikums in nur sechs Monaten hochgezogen. Ab 2018 können dann bis zu 60 Patienten in zeitgemäßen Räumlichkeiten stationär behandelt werden. Die Gesamtkosten für den Bau belaufen sich auf zehn Millionen Euro.

Die Gesundheits-Staatssekretärin der Landesregierung, Annette Langner, wies in ihrer Rede auf die Bedeutung des Bettenhauses für die Gesundheitsversorgung in der Region hin. Denn die Zahlen von psychischen Erkrankungen würden steigen. Bereits 17 Prozent aller Krankenhaustage seien durch seelische Probleme veranlasst. „Wir brauchen neue Präventionskonzepte und eine bessere Versorgung“, forderte sie. Das ZIP trage mit großem Erfolg dazu bei, sagte Langner. Der medizinische Direktor des Zentrums, Prof. Fritz Hohagen, freute sich auf das bald fertige Bettenhaus. „Es ist für uns ein wichtiger Schritt nach vorne. Die historischen, denkmalgeschützten Gebäude, die wir nutzen, sind wunderschön, aber die Unterbringungsmöglichkeiten mussten modernisiert werden.“ Mit 3213 Quadratmetern Nutzfläche wird die Einrichtung Platz für 28 Doppelzimmer, vier barrierefreie Einzelzimmer, einen Pflegestützpunkt sowie Lager- und Sozialräume für das Personal bieten. Das großzügige Raumangebot wird auch erleichtern, die Therapiekonzepte des ZIP besser durchzuführen. „Wenn man mehrere Wochen in einer Klinik verbringt, vor allem in einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, ist die Architektur ganz wichtig. Denn die Gestaltung und die Ausstattung der Räume beeinflussen auch das Wohlbefinden.“

Zum Wohlfühlen wird im neuen Bettenhaus auch eine behagliche Lounge beitragen, sie entsteht in einem verglasten Verbindungsbau zum Bestandsgebäude, dem Haus 7. Dieses wird in einem zweiten Bauabschnitt ab 2018 entkernt und zu einem Notfallzentrum mit einer geschützteren Station umfunktioniert. Danach will das ZIP noch einen dritten Bauabschnitt folgen lassen: ein zweites Bettenhaus mit ebenfalls 60 Betten. SDF

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