Schüler im Rock’n’Roll-Fieber

In der Turnhalle des Ostsee Gymnasiums wird bereits eifrig für das neue Musical geprobt, welches im Mai im Maritim Seehotel in Timmendorfer Strand aufgeführt wird. Unterstützt werden die Schüler dabei unter anderem von den Musikstudenten Sabrina Heythey (von rechts), Victoria Rae und Konstantin Busack. (KG)

Am Ostsee Gymnasium in Timmendorfer Strand wird kräftig geprobt für eine Elvis-Revue.

„Follow that dream“ nennt sich das neue Musical, für das derzeit bereits rund 40 Akteure des Ostsee Gymnasiums von Timmendorfer Strand fleißig proben.

Die künstlerische Leitung haben Konstantin Busack und einige seiner Kommilitonen der Lübecker Musikhochschule übernommen. Zu ihnen gehört auch die amerikanische Studentin Victoria Rae, die ein Austauschsemester in Lübeck verbringt. „Deutsch habe ich an der Schule gelernt, um die Texte von Mozart zu verstehen“, erklärt die Studentin der klassischen Musik aus Minnesota in den USA.

Die Musical Revue „Follow that Dream“ soll Deutschland zum Ende der 50er Jahre lebendig werden lassen und bringt damit die Zeit auf die Bühne, zu der sich das ganze Land im Elvis-Fieber befand. Bis zur Premiere am Donnerstag, 18. Mai, haben die Schüler allerdings noch viel zu tun, denn derzeit proben sie ohne Kostüme. Die müssen nämlich erst noch geschneidert werden.

Weitere Aufführungen wird es am Freitag, 19., und Sonnabend, 20. Mai, jeweils um 19 Uhr im Maritim Seehotel in Timmendorfer Strand geben. Schon jetzt beginnt der Vorverkauf. Die begehrten Eintrittskarten gibt es für neun, zwölf und 15 Euro. Es gibt sie auf der Homepage www.ostsee-gymnasium.de oder ab Montag, 20. März, auch direkt im Ostseegymnasium von Timmendorfer Strand.

Echten Elvis-Fans sei vorab verraten, dass der King of Rock’n Roll nicht selbst im Mittelpunkt steht, denn das Musical spielt in einer kleinen deutschen Stadt um 1959, irgendwo im Besatzungsgebiet der Amerikaner und zeigt, wie sich das Elvis-Fieber auch in Deutschland verbreitet, zumal Elvis selbst gerade in Deutschland stationiert ist. Zu sehen sind amerikanische GIs, Mädchen, die diese anhimmeln, konservative Gruppen geprägt von Skepsis und Ablehnung und eine Garagenband, die auf ihren Durchbruch mit Rock ’n‘ Roll wartet. Die Zuschauer können sich auf Hüftschwung, Mikrophon und großes Drama freuen.

„Das Musical beschäftigt sich mit Fragen der Gegenwart und stellt diese durch die zeitliche Gegenüberstellung der ausgehenden fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts und den 2010er Jahren in den Fokus eines Generationendialogs zwischen Jugendlichen, Eltern und Großeltern. Gesellschaftliche Ängste vor anderen Kulturen, rassistische Vorurteile und große Flüchtlingsbewegungen bestimmen heute ähnlich wie zur Zeit der Jugendbewegung Mitte der 50er Jahre den öffentlichen Diskurs“, erklärt Musikstudent Konstantin Busack. KG

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