Diskussion um Schwartaus Stadtmarketing

Der Zwergenwald wird Teil des Dreiklangs mit dem Weihnachtsmarkt und dem Erzgebirgsmarkt sein. (ES)

Stadt hat Ausschreibung für den Weihnachtsmarkt veröffentlicht.

Die Investitionen für das Stadtmanagement in Bad Schwartau im laufenden Jahr haben für eine Diskussion im Finanzausschuss gesorgt. Die mit dem Marketing beauftragte Ews group hat eine Kalkulation in Höhe von 82000 Euro vorgelegt.

Die Politiker sind sich einig, dass Dieter Witasik von der Ews group für Bad Schwartau gute Arbeit leistet. Es gehe jetzt um die Frage, ob es in Bad Schwartau auch weiter ein Stadtmarketing geben soll, sagte Bürgermeister Uwe Brinkmann, der sich klar dafür aussprach: „Entweder, Herr Witasik macht das oder keiner. Die Verwaltung hat kein eigenes Personal dafür“, erklärte er. Das Stadtmarketing sei eine Erfolgsgeschichte, sagte er mit Verweis auf gestiegene Besucherzahlen auf dem Weihnachtsmarkt 2016, dem Jubiläumsjahr des Zwergenwaldes.

Die Stadt plant jetzt eine Neuausrichtung des Weihnachtsmarktes, der bisher von der Aktivgruppe für Handel und Gewerbe (AHG) organisiert wurde, und hat für ein transparentes Verwaltungsverfahren die Ausrichtung bundesweit ausgeschrieben. Ziel sei es, so der Bürgermeister, „Weihnachten in der Stadt als eine einheitliche Geschichte zu erzählen“. Er sprach von einem Dreiklang von Erzgebirgsmarkt, Zwergenwald und Weihnachtsmarkt. Brinkmann: „Das alles muss koordiniert werden. Wenn wir den gleichen Erfolg haben wollen, müssen wir Geld in die Hand nehmen.“

In dem Gesamtkonzept für das Standmanagement geht es auch um Bad Schwartau als Gesundheitsstandort und die Vermarktung der neu gestalteten Innenstadt. Die CDU kritisierte, dass einige Punkte in dem Konzept schon abgearbeitet seien und deshalb gestrichen beziehungsweise die Gelder anderweitig – etwa für eine stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung – verwendet werden könnten. „Uns geht es um die Haushaltsdisziplin“, sagte Fraktionsvorsitzende Ellen Brümmer. Elisabeth Kremer (SPD) sprach sich dagegen dafür aus, die Summe jetzt zur Verfügung zu stellen. Mit Verweis auf das Marketing für den Gesundheitsstandort sagte sie: „Alles, was wir an Werbung ausgeben, dient unserer Stadt.“

Mit den Stimmen von SPD, Grünen und WBS bekam die vorgelegte Kalkulation für das Stadtmanagement eine Mehrheit von vier zu drei Stimmen. ES

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